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Weltraumteleskop "CoRoT" findet zehn neue Exoplaneten

17.06.2011, 13:20
Weltraumteleskop "CoRoT" findet zehn neue Exoplaneten (Bild: ESA)
Foto: ESA
Mithilfe des europäischen Weltraumteleskops "CoRoT"  (Bild) haben Astronomen jetzt zehn neue Exoplanten und über 100 Kandidaten auf ferne Planeten entdeckt. Unter den neu gefundenen Himmelskörpern befindet sich auch ein sogenanntes Mehrfachsystem, in dem zwei Planeten von der Größe des Neptuns - CoRoT- 24b und CoRoT- 24c – einen Stern umkreisen. Das teilte die Universität Köln in einer Aussendung mit.

Außerdem entdeckten die Forscher mit CoRoT- 16b einen Planeten auf einer ungewöhnlich elliptischen Bahn. Während der älteste der neu entdeckten Exoplaneten, CoRoT- 17b, doppelt so alt wie unser Sonnensystem sein dürfte, ist der jüngste, CoRoT- 18b, hingegen nur etwas mehr als ein Zehntel so alt wie unser Sonnensystem.

Auch die Dichte der Planeten variiert laut Angaben der Forscher des Rheinischen Instituts für Umweltforschung, Abteilung Planetenforschung der Universität zu Köln, extrem: Der Riesenplanet CoRoT- 19b etwa sei sehr aufgebläht und nicht einmal ein Zehntel so dicht wie unsere Erde, wogegen der Riesenplanet CoRoT- 20b extrem dicht sei, sogar rund 1.5 Mal so dicht wie unsere Erde, so die Wissenschaftler. Des Weiteren wurde mit CoRoT- 22b ein etwa saturngroßer Planet und mit CoRoT- 21b ein Planet um einen Riesenstern entdeckt.

Schon 25 Planeten erspäht

Bis dato hat die Sonde "CoRoT" (die Abkürzung steht für Convection, Rotation and planetary Transits) 25 Planeten aller Größen entdeckt – von sogenannten Super- Erden bis hin zu aufgeblähten Gasriesen. Das sind allerdings nur die bestätigten Planeten, deren Massen und Natur zweifelsfrei bestimmt werden konnten. Einige hundert weitere Planeten- Kandidaten werden derzeit noch untersucht. Gemeinsam mit den 10 CoRoT- Planeten beträgt die Anzahl bestätigter Exoplaneten derzeit 531.

"CoRoT" ist eine Weltraum- Mission der französischen Raumfahrtagentur CNES unter Beteiligung von Österreich, Belgien, Deutschland, Spanien, Brasilien sowie der europäischen Weltraumorganisation ESA zur Suche nach extrasolaren Planeten.

wed
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