Das schließen die beiden Forscher jedenfalls aus akustischen Analysen des Gemeckers von vier Ziegengruppen, bei denen die Jungtiere entweder Voll- oder Halbgeschwister waren. Für die Untersuchung wurde das Meckern der jungen Ziegen in zwei unterschiedlichen sozialen Situationen aufgenommen: im Alter von einer Woche, in der die Tiere meist nur mit ihrer Mutter und den Vollgeschwistern zusammen sind und ihre Zeit überwiegend im Versteck verbringen, und als sie fünf Wochen alt waren, wenn sie - auch mit gleichaltrigen Halbgeschwistern - soziale Gruppen bilden.
Wie erwartet, ähnelten sich die Rufe der genetisch nahen Geschwister. Doch nach der fünften Woche zeigte sich auch ein Effekt, der auf die sozialen Gruppen zurückzuführen ist: Die jungen Ziegen meckerten zunehmend auf ähnliche Weise – für die beiden Forscher der Beweis, dass die Tiere so etwas wie einen Gruppendialekt entwickelt hatten.
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