Die Südlichen See-Elefanten von Marion Island, einer Insel im südwestlichen Teil des Indischen Ozeans, können mehr als 2.000 Meter tief tauchen. Für die Studie statteten die Forscher 30 Tiere mit Satellitensendern (Bild 1) aus, die bei jedem Tauchgang die Tiefe, die Wassertemperatur und den Salzgehalt aufzeichneten.
Dabei zeigte sich, dass die See-Elefanten (benannt sind sie nach der rüsselartig vergrößerten Nase der Männchen; Bild 2) im wärmeren Wasser tiefer tauchen mussten, sodass ihnen weniger Zeit für die Nahrungssuche blieb, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Marine Ecology Progress Series".
In wärmerem Wasser weniger Beute
"Wir gehen davon aus, dass die Tiere in wärmeren Wassermassen auch weniger Beute machen", so AWI-Experte Joachim Plötz. Diese These wollen die Forscher mit einer weiteren Untersuchung untermauern. Dafür werden sie im April nach Marion Island reisen, um die Robben mit Sensoren auszustatten, die messen, wann die Tiere ihr Maul öffnen.
Diese Daten sollen auch Aufschluss darüber geben, welche Zonen im Südpolarmeer zu welcher Zeit besonders viel Nahrung bieten. Nach Ansicht der Forscher werden die Südlichen See-Elefanten wegen des Klimawandels künftig auch in der kälteren Antarktis jagen oder noch tiefer tauchen müssen. Doch die Tiere gingen schon heute bei ihren Tauchgängen an ihre Grenzen, erläuterten die Experten. Die Überlebensrate der Robben könnte daher langfristig sinken.
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