Die Büste sei im Computer- Tomographen geröntgt worden, um ihren Zustand zu untersuchen, sagte Huppertz. Man habe zwar gewusst, dass ein Rohling hinter dem aus Stuck geformten Gesicht sei. Aber dass das innere Steingesicht so detailliert und dem äußeren Gesicht so ähnlich sei, sei eine große Überraschung gewesen. Am äußeren Gesicht seien im Vergleich zum verborgenen lediglich an den Mundwinkeln Falten wegretuschiert, die Nase "begradigt oder geglättet" worden, dafür aber am Auge Falten hinzugefügt worden.
Bei der Untersuchung sei auch festgestellt worden, "wie schlecht die Anbindung der einzelnen Materialien ist, wie anfällig das Objekt ist", sagte Huppertz. Saniert werden könne Nofretete nicht. Deswegen müsse man sie "extrem vorsichtig anfassen". Dadurch, dass sie "sehr inhomogen ist, ist sie vibrations- und berührungsempfindlich".