Mega-Magnetfeld

Röntgen-Eruptionen machen toten Stern sichtbar

Wissen
18.06.2009 16:37
Am 22. August 2008 hat der NASA-Forschungssatellit Swift einen gewaltigen Röntgenstrahlen-Ausbruch am Sternenhimmel registriert. Das führte dazu, dass mit Hilfe der ESA-Weltraumteleskope Integral und XMM-Newton ein sogenannter Magnetar, ein Sternenrest mit extrem starken Magnetfeldern (im Bild die künstlerische Darstellung eines solchen Sterns), entdeckt werden konnte.

Wie der von den Wissenschaftlern auf den Namen SGR 0501+4516 getaufte Magnetar, der 15.000 Lichtjahre von unserer Erde entfernt ist, die gewaltige Energie freisetzen kann, haben die Astronomen noch nicht völlig geklärt. Neuesten Theorien zufolge sind plötzliche Veränderungen im gigantischen Magnetfeld dieser Neutronensterne dafür verantwortlich. Bis dato kennen die Astronomen insgesamt 15 Magnetare in unserer Milchstraße.

Das Magnetfeld von SGR 0501-4516 ist etwa zehn Milliarden Mal stärker als das der Erde. Würde der Neutronenstern, dessen Durchmesser nicht größer als 20 Kilometer ist, auf halber Strecke zwischen Mond und Erde vorbeifliegen, dann wären mit einem Schlag die Informationen in den Magnetstreifen aller Kreditkarten auf unserem Planeten gelöscht.

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