Obwohl er noch ein Prototyp ist, behaupten die
Forscher, dass der wasserlaufende Roboter überaus nützlich
sein könnte. Mit einem Chemikaliensensor ausgestattet könnte
er beispielsweise chemische Verschmutzungen überwachen oder
Verunreinigungen von der Wasseroberfläche abschöpfen.
Stattet man ihn mit einer Kamera aus könnte er auch als Mini- Spion
fungieren.
Der Roboter besteht aus einem 13 mm großen
Kohlefaserkörper und acht Stahldrahtbeinen von jeweils fünf
Zentimetern Länge, die mit einem wasserabstoßenden
Kunststoff beschichtet sind. Er hat kein Gehirn, keine Sensoren
und keine Batterie, und seine "Muskeln" sind drei piezoelektrische
Aktuatoren - das heißt Metallstücke, die sich beim
Durchfluss von Strom verbiegen. Weiterhin kann der Roboter auf
dem Wasser stehen und rückwärts und vorwärts fliegen,
indem er mit zwei Beinen treibt, die als Ruder fungieren.
"Die Entwicklung des Roboters war die letzte Herausforderung
der Mikrorobotik", sagt der Leiter des Laboratoriums der Nanorobotik.
In den nächsten sechs Monaten sollen noch komplexere Wasserläufer
entwickelt werden.
(pte/red)