40-Kilo-Sonde

Raumtransporter setzt “Gewitter-Satelliten” aus

Wissen
24.01.2012 10:47
Ein russischer Raumfrachter mit einem Wettersatelliten an Bord hat in der Nacht auf Dienstag von der Internationalen Raumstation ISS abgekoppelt. Der rund 40 Kilogramm schwere Satellit "Tschibis-M" (Kiebitz) wurde am Mittwoch in etwa 500 Kilometern Höhe automatisch ausgesetzt, teilte das Flugleitzentrum bei Moskau mit. Er soll unter anderem Gewitterentladungen in der Atmosphäre analysieren.

Zur Ausrüstung des Mini-Satelliten gehören unter anderem Gamma- und UV-Detektoren, ein Radiofrequenz-Scanner und eine Digitalkamera. Damit soll "Tschibis-M" die Entstehung von elektrischen Entladungen in der Atmosphäre im breitesten Energiebereich - von Radio- bis hin zur Gammastrahlung - erforschen.

Raumtransporter stürzt in den Pazifik
Nach dem Aussetzen von "Tschibis-M" wird der Progress-Raumtransporter M-13M (Bild), der Ende Oktober Nachschub zur ISS gebracht hatte, über dem Pazifik kontrolliert zum Absturz gebracht werden. Jene Bruchstücke der Sonde, die nicht in der Erdatmosphäre verglühen, werden den Angaben zufolge in einem speziellen Bereich des Stillen Ozeans - dem sogenannten "Raumschiff-Friedhof" - ins Meer stürzen.

Russische Experten riefen unterdessen die Raumfahrtbehörde Roskosmos auf, trotz des Scheiterns der jüngsten Marsmond-Mission "Phobos-Grunt" an ihren ehrgeizigen Plänen festzuhalten. "Das Fiasko hat zweifellos andere Projekte zurückgeworfen", sagte Viktor Chartow, Chefkonstrukteur des "Phobos-Grunt"-Herstellers Lawotschkin. Roskosmos solle dennoch an den geplanten Expeditionen zum Mars und besonders zum Mond weiterarbeiten. Die 120 Millionen Euro teure und etwa 13,5 Tonnen schwere Raumsonde "Phobos-Grunt" war wegen technischer Probleme am 15. Jänner unkontrolliert ins Meer gestürzt (Bericht in der Infobox).

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wissen
24.01.2012 10:47
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung