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19.06.2013 - 07:49

Quarzit- Kopf von ägyptischer Königin Nofretete entdeckt

01.06.2012, 16:08
Quarzit-Kopf von ägyptischer Königin Nofretete entdeckt (Bild:  (Bild: EPA))
In einer deutschen Privatsammlung ist ein Quarzit- Köpfchen der berühmten ägyptischen Königin Nofretete aufgetaucht. Das 5,5 Zentimeter hohe Kunstwerk sei jahrzehntelang irrtümlich für eine Darstellung ihres Gatten, Pharao Echnaton (1353- 1336 vor Christus), gehalten worden, sagte der Ägyptologe Christian E. Loeben vom Museum August Kestner am Freitag in Hannover.

Den Anstoß für Loebens Neuentdeckung gab das Material, aus dem die Figur gefertigt wurde. Aus Quarzit seien zu annähernd 100 Prozent nur Frauen gearbeitet worden. Details am Ohr wiesen darauf hin, dass die Figur eine bestimmte Krone trage, was wiederum darauf hindeute, dass es sich um Nofretete handeln müsse, erklärte der Wissenschaftler.

Aus der Fachwelt erntet Loeben Zuspruch. Christian Bayer, Ägyptologe an der Universität Münster, sagte gegenüber der "Welt Online": "Herrn Loeben ist die Zuweisung an Nofretete gelungen. Sie ist wesentlich überzeugender als die Zuweisung an Echnaton." Das Objekt ist vom 6. bis 10. Juni in einer Sonderausstellung im belgischen Brüssel zu sehen. Im Katalog zu der Schau wurden die neuen Erkenntnisse publiziert.

Geheimnisvolle Königin des Alten Ägypten

Nofretete gilt nicht nur als geheimnisvollste Königin des Alten Ägypten, sondern auch als eine der schönsten. Seit 1912 der deutsche Archäologe Ludwig Borchardt die berühmte lebensgroße Büste (Bild 2) der Königin entdeckte, fasziniert Nofretete die Ägyptologen. Zumal ihr Leben trotz aller wissenschaftlichen Bemühungen immer noch viele Rätsel aufweist.

Sie wurde im Jahr 1370 vor Christus in Mitanni, im Gebiet des heutigen Syrien, als Königstochter geboren. Damals hieß sie noch Taduschepa. Schon als junges Mädchen wurde sie nach Ägypten gebracht, weil sie den ägyptischen Pharao Amenophis III. heiraten sollte. Doch kurz nach der Hochzeit starb der König. Taduschepa vermählte sich deshalb mit dessen Sohn und Nachfolger, Amenophis IV., der sich später Echnaton nannte.

Mumie bis heute nicht gefunden

Ihr Name wurde in Nofretete umgeändert, was so viel bedeutet wie "Die Schöne, die da kommt". Nofretete regierte mit ihrem Mann 17 Jahre lang, nach seinem Tod übernahm sie die Herrschaft. Nach zwölf Jahren ihrer Regentschaft verliert sich Nofretetes Spur. Was aus ihr geworden ist, ist bis heute ein Geheimnis. Noch immer suchen Archäologen nach ihrer Mumie – bis jetzt vergeblich.

mbr/AG
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