Dokulil hat im Auftrag der Österreichischen Bundesforste die Oberflächentemperatur von neun heimischen Seen analysiert, die größer als zehn Quadratkilometer sind und in verschiedenen klimatischen Zonen des Landes liegen. Konkret wurde anhand der Langzeit-Datenaufzeichnungen aus den Hydrographischen Jahrbüchern von Österreich die durchschnittliche Temperatur der Monate Juni bis September der Jahre 1965 bis 2009 von Bodensee, Neusiedler See, Attersee, Traunsee, Mondsee, Wolfgangsee, Millstätter See, Ossiacher See und Wörthersee erhoben.
Temperaturen bis 2050 hochgerechnet
Anhand der Daten hat der Wissenschaftler Temperaturverläufe für das Oberflächenwasser bis 2050 hochgerechnet. Demnach wird die Temperatur um 0,6 Grad Celsius pro Jahrzehnt ansteigen und damit 2050 um 2,4 bis 3,2 Grad höher liegen als heute, schreibt Dokulil, der die Ergebnisse seiner Studie in der Fachzeitschrift "Hydrobiologia" veröffentlicht hat.
Gefahr von verstärkter Algenblüte
Diese Temperaturveränderungen "können zu einem steigenden Nährstoffgehalt führen, die Wasserqualität durch eine verstärkte Algenblüte beeinträchtigen und die biologischen Funktionen von Wasserorganismen außer Kraft setzen", erklärte Dokulil in einer Aussendung. Ein wesentlicher Anstieg der Sommertemperaturen werde auch den Kohlenstoffkreislauf in den Seen beeinflussen, mit möglichen Auswirkungen auf den Anteil des Kohlendioxids in der Atmosphäre und auf das Klima der Erde.
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