Job-Studie

Österreicher halten nette Kollegen für wichtiger als Gehalt

Wissen
30.11.2010 15:26
Freundliche Kollegen sind den Österreichern im Job wichtiger als hohe Gehälter oder die Chance auf einen Aufstieg. 95 Prozent der 1.000 in einer Studie der Allianz Versicherung befragten Personen bezeichneten das Job-Kriterium "nette Kollegen" als "wichtig" oder "sehr wichtig". Damit wird ein gutes Büroklima höher bewertet als ein "hohes Gehalt" oder "Karrierechancen" (beide 73 Prozent). Das Gehalt rangiert erst am sechsten Platz von zehn abgefragten Kriterien.

Der "sichere Arbeitsplatz" und "Weiterbildungsmöglichkeiten" sind nach den netten Mitarbeitern das zweit- und drittwichtigste Job-Kriterium (91 bzw. 86 Prozent). Relativ wichtig sind auch noch der "persönliche Kontakt zu anderen Menschen" und die richtige Balance zwischen Job und Privatleben (85 bzw. 83 Prozent). Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten Studie hervor, die das Marktforschungsinstitut Nielsen für die Allianz durchgeführt hat.

Insgesamt Schulnote 1,8 für Job-Zufriedenheit
Von den 1.000 Teilnehmern an der Umfrage sind etwa 60 Prozent berufstätig. Die 574 Befragten, die tatsächlich einen Job haben, geben diesem durchschnittlich die Schulnote 1,8. Ausschlaggebend dafür sind der persönliche Kontakt zu Menschen, das gut erreichbare Büro und das gute Verhältnis zu Kollegen, sagte Norbert Dörner, Personalchef der Allianz Gruppe in Österreich.

Bei der Zufriedenheit mit dem Gehalt gibt es teilweise große regionale Unterschiede. Die Burgenländer und Oberösterreicher sind zu 71 bzw. zu 68 Prozent mit ihrem Gehalt zufrieden, Wiener und Vorarlberger nur zu 45 beziehungsweise zu 49 Prozent. Dörner vermutet, dass die unterschiedliche Zufriedenheit damit zu tun hat, dass auch die Kaufkraft in den einzelnen Regionen unterschiedlich ist.

Weiterbildungsmöglichkeit als wichtiger Faktor
Dörner ist der Meinung, dass die heimischen Arbeitgeber stärker daran arbeiten müssten, ihren Mitarbeitern Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten: Zwar sind 55 Prozent der befragten Beschäftigten "zufrieden" oder "sehr zufrieden" mit ihren Chancen auf Weiterentwicklung (45 Prozent mit ihren "Karrierechancen") - dies sei jedoch nur rund die Hälfte und damit zu wenig.

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