Normalerweise kommt ein Kind bereits während des Durchtritts im Geburtskanal mit mütterlichen Bakterien aus der Vagina in Kontakt, von denen man annimmt, dass sie die Entwicklung des Immunsystems beim Neugeborenen anstoßen. Offenbar werden Kaiserschnitt-Geborene mit diesen Bakterien erst zu einem späteren Zeitpunkt konfrontiert, sodass die Entwicklung ihres Immunsystems verzögert ist und eine allergische Erkrankung wie Asthma sich eher herausbilden kann.
Die Häufigkeit von Kaiserschnitt-Geburten ist von fünf Prozent in den 70er-Jahren auf 30 Prozent im Jahr 2000 angestiegen. Das liegt zum Teil daran, dass vermehrt Kaiserschnitte auf den ausdrücklichen Wunsch der Mutter durchgeführt werden, ohne dass eine medizinische Notwendigkeit dazu besteht, betonen die Mediziner. Von einem Kaiserschnitt auf Wunsch sollte man Schwangeren allerdings abraten, insbesondere wenn Allergien in der Familie liegen und damit sowieso schon ein erhöhtes Asthma-Risiko für das Kind besteht. Außerdem seien Kaiserschnitt-Geburten häufig mit schweren Komplikationen verbunden, die eine Sauerstofftherapie oder Beatmung des Neugeborenen erforderlich machen.
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