Die ersten Meldungen gingen bei dem anerkannten deutschen Amateurastronomen Werner Walter vom Centralen Erforschungs-Netz am Samstag um 22.20 Uhr ein. Mehrere junge Kärntner, die gerade auf dem Weg zu einer Party waren, behaupteten, über dem klaren Nachthimmel einen riesigen Feuerball gesehen zu haben, der der einen kilometerlangen Lichtstrahl hinter sich her zog.
Was sich zunächst etwas unglaubwürdig anhörte, wurde in den Stunden danach von hunderten Menschen, die ebenfalls die UFO-Phone-Hotline des Astronomen anriefen, bestätigt. Werner Walter berichtete auf Anfrage von Krone.at, dass die seltsame Erscheinung außer in Kärnten auch in Osttirol zu sehen war.
Demnach war der nächtliche Himmel für fünf bis zehn Sekunden in einem "gespenstischen, fahlen Grün" erleuchtet. Doch nicht nur der Himmel: die Intensität der Strahlen war so hoch, dass auch der Boden grün leuchtete. Dieser Umstand lässt darauf schließen, dass ein enorm großes Objekt in die Erdatmosphäre eingedrungen ist. Walter spricht vom "großen Bruder einer Sternschnuppe", wissenschaftlich ein so genannter "Feuerball-Bolide".
Nach dem Blitz folgte dann der Donner: Die Zeugen beschrieben das Geräusch als lautes Rumpeln bzw. Dröhnen. Auch diese Tatsache lässt darauf schließen, dass sich das verglühende Objekt sehr nahe an seinen Beobachtern vorbei flog. Werner Walter: "Es ist anzunehmen, dass Reste des Materials in die Erde eingeschlagen haben und dort stecken geblieben sind." Die Frage ist nun aber, wo der Feuerball tatsächlich einschlug? Dutzende Hobby-UFO-Forscher sind jedenfalls bereits auf der Suche!