Käfer, Raupen & Co.

Insekten als Weg aus der Nahrungsmittelkrise

Wissen
13.05.2013 14:59
Käfer, Raupen, Heuschrecken und Libellen - fast 2.000 Insektenarten landen weltweit etwa in Asien und Afrika auf den Tellern. Weil Insekten für mindestens zwei Milliarden Menschen Teil ihrer täglichen Nahrung sind, stellt sie die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) in einem umfangreichen Report vor. Als essbar gelten etwa auch Bienen, Ameisen, Libellen und Zikaden.

Für die Fachleute sind Insekten als Nahrungsmittel für den Menschen und als Tierfutter eine förderungswürdige Alternative. Sie hätten einen hohen Nährwert, belasteten die Umwelt weniger als die Viehzucht und sorgten in vielen Regionen für Arbeitsplätze. Vor allem ernähren sie einen Großteil der steigenden Weltbevölkerung, hält der am 13. Mai in Rom veröffentlichte Bericht der FAO fest.

Neue Form der Nahrungsmittelproduktion
"Die Insekten, so zeigt sich, produzieren weniger Treibhausgase und Ammoniak als Kühe und Schweine. Sie benötigen deutlich weniger Land und Wasser als die Viehzucht", so wirbt die UN-Organisation in ihrem Bericht über essbare Insekten für einen Ausbau der Aufzucht auf speziellen Höfen. Insekten in Farmen zu züchten sei eine eher junge Form der Nahrungsproduktion. 

Wenn man die kleine Krabbler im industriellen Maßstab züchten will, bedeutet das aber Abermillionen von Insekten auf engstem Raum, was wiederum den Einsatz von Medikamenten sehr wahrscheinlich macht. "Wir wissen nicht, von welchen Krankheiten diese Tiere befallen werden und welche Hygieneprobleme wir uns bei einer Massenproduktion einfangen", zeigt sich etwa Wilhelm Windisch vom Lehrstuhl für Tierernährung an der Technischen Universität München skeptisch.

Schon heute essen Millionen Menschen Insekten
Beispiele der Aufzucht von Grillen für den Verzehr durch den Menschen gebe es aber bereits in Laos, Vietnam und Thailand. Dort ernähren sich auch heute schon Millionen Menschen von den Insektenarten - oft am Stand am Straßenrand.

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