Gemacht wurden die Bilder, die die US-Weltraumbehörde NASA am Mittwoch veröffentlicht hat, bereits am 10. April. Sie zeigen, dass die sogenannte Koma – eine schweifartige Nebelhülle aus Gas und Staub um den Kometen – bereits rund 5.000 Kilometer breit ist und der Schweif eine Länge von mehr als 92.000 Kilometern hat. Der Kern von ISON selbst ist laut NASA-Berechnungen überraschend klein und nur zwischen 4,8 und 6,5 Kilometer groß.
Der kleine Kern des Kometen macht es laut Angaben von Astronomen extrem schwierig zu prognostizieren, wie hell ISON leuchten wird, wenn er sich Ende November bis auf fast 1,2 Millionen Kilometer der Oberfläche der Sonne nähert. Erschwert werde die Prognose zudem durch die Tatsache, dass ISON offenbar zum ersten Mal von der fernen, eisigen Oort'schen Wolke aus durch das innere Sonnensystem reist.
Komet wurde erst im Vorjahr entdeckt
ISON wurde am 21. September 2012 vom Weißrussen Witali Newski und dem Russen Artjom Nowitschonok entdeckt und ist seither unter Beobachtung. Sollte seine Helligkeitsentwicklung so verlaufen, wie es Experten erwarten, dann wird der Schweifstern etwa von Mitte November bis Mitte Jänner 2014 mit freiem Auge am Abendhimmel zu sehen sein. Zu diesem Zeitpunkt soll ISON in etwa so hell wie der Vollmond werden. Weil zu diesem Zeitpunkt der Winkelabstand des Kometen zur Sonne aber sehr gering ist, wird er am Tag nur als kleine, blasse Wolke zu sehen sein.
Eine Gefahr für unsere Erde wird ISON übrigens nicht werden: Wenn der Komet am 26. Dezember auf seiner Bahn seinen erdnächsten Punkt erreicht, ist er noch immer über 60 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.
Teleskop kreist seit 1990 im All
"Hubble" (Bild 2) ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA mit der Europäischen Weltraumbehörde ESA. Es ist ein Observatorium für sichtbares und UV-Licht sowie Infrarotstrahlung und umkreist die Erde in einer Höhe von 575 Kilometern innerhalb von 96 Minuten einmal.
Es wurde am 24. April 1990 im Zuge der Spaceshuttle-Mission STS-31 ins All geschossen und war das erste von vier Weltraumteleskopen, welche von der NASA im Rahmen des "Great Observatory"-Programms geplant wurden.
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