"Es wird die energiereichsten und extremsten Phänomene im Universum im sehr hochenergetischen Gammalicht beobachten", teilte das federführende Max- Planck- Institut für Kernphysik in Heidelberg mit. Die Spiegelfläche entspreche der Fläche von zwei Tennisplätzen.
Astrophysiker gingen davon aus, dass Gammastrahlen (Bild 2 zeigt in einer Montage jene am Himmel über Namibia) von natürlichen kosmischen Teilchenbeschleunigern wie supermassiven Schwarzen Löchern, Doppelsternen, Pulsaren, Galaxienhaufen, Supernovae oder vielleicht auch den Relikt- Teilchen aus dem Urknall erzeugt werden.
"Das neue Teleskop erweitert das 'H.E.S.S.'- Experiment (die Abkürzung steht High Energy Stereoscopic System, Anm.), zu dem bereits vier kleinere, seit 2004 in Namibia betriebene Zwölf- Meter- Teleskope gehören", hieß es in Hamburg. Mit den vier Teleskopen hätten die Forscher bereits eine Vielzahl von Strahlungsquellen entdeckt, erklärte Dieter Horns vom Institut für Experimentalphysik: "Doch das neue Teleskop stellt alles bisher Dagewesene sprichwörtlich in den Schatten."
Das Teleskop "H.E.S.S. II" wurde unter Beteiligung der Hamburger Universität in Namibia gebaut. Neben dem Max- Planck- Institut sind außerdem die Universitäten Erlangen, Tübingen, Heidelberg, Bochum und die Humboldt- Universität Berlin beteiligt. Internationale Partnerländer sind neben Österreich Frankreich, Armenien, Schweden, Großbritannien, Irland, Polen, Tschechien, Australien, Namibia und Südafrika.