Untersucht hatten die Forscher gentechnisch veränderte Weizenarten, die durch das Einschleußen eines Gens einer alten asiatischen Weizensorte resistent gegen die Pilzerkrankung Mehltau gemacht wurde. Dank dieser Resistenz warfen die Pflanzen im Gewächshaus einen bis zu doppelt so hohen Ertrag wie die Kontrollpflanzen ab.
Im Freilandversuch kehrten sich die Verhältnisse aber in einigen Fällen dramatisch um. Der Weizen wies einen signifikant höheren Befall mit einem anderen Pilz, dem extrem giftigen Mutterkorn, auf, außerdem kam es zu Ernteeinbußen von bis zu 50 Prozent.
Solche Effekte sind als Begleiterscheinung von Züchtungen zwar schon seit längerer Zeit bekannt, doch nun beschreiben die Autoren der Studie im Fachmagazin "PLoS One" erstmals, wie groß die Unterschiede zwischen Gewächshaus und Freilandversuchen tatsächlich sind.