Untersucht wurden über einen Zeitraum von zwei Monaten 24 Menschen, die nach einem schweren Unfall längere Zeit im Koma lagen und große kognitive Defizite sowie Gedächtnisprobleme hatten. Parallel wurden zwölf gesunde Menschen getestet.
Den Probanden wurden zehn Bilder und Wörter gezeigt. Während der anschließenden Pause sollte eine Gruppe sich sofort an das Gesehene erinnern, während die andere Gruppe nichts tun musste oder sich die Bilder noch einmal anschauen durfte. Dann folgten zwei weitere Bilder- und Wortreihen.
"Gedächtnisleistung drastisch verbessert"
Zum Ende der drei Durchgänge wurde alle Reihen abgefragt. "Dabei zeigte sich, dass sich die Gedächtnisleistung drastisch verbessert, wenn die Patienten nach einer Testreihe sofort angehalten werden, sich an das Gezeigte zu erinnern", sagte Bäuml, der einen Lehrstuhl für Psychologie an der Uni Regensburg hat.
Aktives Erinnern schult demnach das Gedächtnis mehr als vielfaches passives Anschauen oder Lesen. Patienten mit schweren Schädel-Hirn-Verletzungen müssten die Tests jedoch regelmäßig durchführen. "Der Effekt stellt sich erst nach einigen Tagen ein und wächst dann an", betonte Bäuml.
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