Im Zuge ihrer Untersuchungen stellten Wissenschaftler der Bournemouth-Universität und ihre Kollegen vom Centre for Ecology & Hydrology in Wallingford fest, dass die Zahl der unterschiedlichen Pflanzen zwar gleich geblieben ist, die vertretenen Arten sich aber immer weniger voneinander unterscheiden. Die Forscher warnen daher vor der dabei beobachteten Zunahme der Ähnlichkeit der Zusammensetzung der Pflanzen und bezeichnen sie als „biotische Homogenisierung“.
Als Ursache der Entwicklung, die zum Verlust der Artenvielfalt führt, orten die Autoren der Studie falsche Umweltentscheidungen in der Vergangenheit. „Zunehmende Luftverschmutzung und mangelndes Forst-Management haben zu einer Reduzierung der Artenvielfalt wesentlich beigetragen“, ist etwa Co-Autor James Bullock vom Centre for Ecology & Hydrology überzeugt.
Nährstoffreichtum schlecht für Biodiversität
Schuld daran, dass sich die Wälder immer ähnlicher sehen, ist nach Ansicht der Forscher zudem der Nährstoffreichtum. Der Waldboden sei heute bei weitem nährstoffreicher als vor 80 Jahren, was auf den Einsatz von Düngern in der Landwirtschaft zurückzuführen sei, so die Ökologen. Der kam – zusammen mit Abgasen aus Industrie und Verkehr - über die Luft in die Wälder und sorgte dort für ein Verschwinden von stickstoffarmen Standorten und deren Vegetation.
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