Ihr Projekt führen die Biologen auf dem Gelände des National Trust's Longshaw Estates in Derbyshire durch, wo sich über tausend Nester der Starkbeborsteten Gebirgswaldameise befinden, die insgesamt mehrere Millionen Tiere beherbergen.
Die rund daumennagelgroßen Tiere werden vorsichtig gefangen (siehe Video auf YouTube ) und mit nur einen Millimeter großen Radiosendern versehen. Laut Angaben der Wissenschaftler stören diese die Insekten nicht, machen es aber dank der Funksignale möglich, jede einzelne Ameise individuell zu identifizieren.
"In dieser Forschungsarbeit geht es darum herauszufinden, wie Ameisen kommunizieren, sich in dem gewaltigen Netz von Nestern austauschen und wie sie sich in dieser Umgebung fortbewegen", erläutert Studienleiter Samuel Ellis von der University of York.
Die Starkbeborstete Gebirgswaldameise bewohnt riesige Kolonien mit mehreren Nestern, die über ein Netz von zahlreichen Straßen miteinander verbunden sind. Ihren Namen verdanken die rot- schwarz gefärbten Tiere dem Umstand, dass ihr Hinterhaupt einen Kranz abstehender, vielfach langer Haare trägt und die Kopfunterseite mit einer Anzahl abstehender Haare besetzt ist.