Laut Angaben von Rafael Jordana und Enrique Baquero von der Universität von Navarra im spanischen Pamplona, die die Entdeckung jetzt in den "Terrestrial Arthropod Reviews" vorgestellt haben, zeigen die Tiere besondere Anpassungen an die dunkle, nährstoffarme Tiefe: So sind sie augenlos und haben einen extrem gut entwickelten chemischen Sinn.
Eine der neuen Arten fand sich in einer Tiefe von 1.980 Metern. Damit ist das Tier der am tiefsten unter der Erde lebende Gliederfüßer, der bisher bekannt wurde. Zu dieser Tiergruppe gehören auch die Insekten. Würmer und Bakterien wurden schon in größeren Tiefen entdeckt.
Aufgespürt wurden die Tiere, die den wissenschaftlichen Namen Plutomurus ortobalaganensis erhielten, während einer Expedition in die Krubera- Höhle, die tiefste bis dato bekannte Höhle der Welt. Das Höhlensystem, dessen tiefster Punkt 2.191 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, befindet sich im Arabika- Massiv in Abchasien nahe dem Schwarzen Meer im Westen des Kaukasus.