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19.06.2013 - 03:22

Forscher entdecken in Panama winzige neue Froschart

30.05.2012, 13:47
Forscher entdecken in Panama winzige neue Froschart (Bild: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung)
Foto: Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Im Regenwald von Panama haben Forscher einen leuchtend gelben Frosch entdeckt, der abfärbt. Warum das nur rund zwei Zentimeter große Tier (Bild) bei Berührung seine Farbe abgibt, ist den Wissenschaftlern noch ein Rätsel. Zur Abwehr von Feinden sei die Eigenschaft jedenfalls ungeeignet, da die Farbe keine giftigen Komponenten enthalte, berichtete das Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt.

Die ungewöhnlichen Paarungsrufe der männlichen Gelbfärber- Regenfrösche (Diasporus citrinobapheus) hatten die Biologen auf die Spur der winzigen Amphibie gebracht. "Die Rufe dieser Art unterscheiden sich stark von anderen Fröschen. Da hatten wir gleich den Verdacht, dass wir hier eine neue Art gefunden haben", sagte der beteiligte Biologe Andreas Hertz. "Es war aber gar nicht so einfach, die winzigen Tiere im dichten Regenwald ausfindig zu machen, geschweige denn zu fangen."

In der unzugänglichen Bergwelt im Westen Panamas suchten die Wissenschaftler auf verschiedenen Expeditionen von 2008 bis 2010 vor allem an den Ufern von Bergbächen und im Nebelwald nach seltenen Fröschen und Salamandern. Jetzt präsentierten sie ihre Studien in den Fachjournalen "Amphibian and Reptile Conservation" und "ZooKeys".

Auch stark gefährdete Arten gefunden

Die Forscher konnten in Panama auch 18 von insgesamt 33 gefährdeten und stark gefährdeten Amphibienarten nachweisen. Darunter ein Salamander, der seit seiner Entdeckung vor 34 Jahren nicht mehr nachgewiesen werden konnte, sowie ein Frosch, der seit 27 Jahren nicht mehr in Panama gesehen wurde. Vor allem Ende des 20. Jahrhunderts waren zahlreiche Amphibien in der Region an einer Pilzerkrankung gestorben.

Gravierender sei jedoch der Verlust von geeignetem Lebensraum, erläuterte Hertz. Er forderte, das entlegene Cerro Colorado Areal nicht für den Kupferabbau freizugeben, sondern als Schutzgebiet auszuweisen, um die Arten für künftige Generationen zu erhalten. "Es gibt sie an keinem anderen Ort der Welt."

AG/red
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