Nach der Entdeckung der Galaxie mit dem Katalognamen HFLS3 hat ein internationales Team um Dominik Riechers von der Cornell University in Ithaca im US-Bundesstaat New York die ferne Sternfabrik mit zahlreichen weiteren Observatorien im All und auf der Erde genauer unter die Lupe genommen.
"Es handelt sich um den detailliertesten Blick in die physikalischen Eigenschaften einer derart ferne Galaxie, der jemals gewonnen wurde", betont Riechers in einer Mitteilung des US-Radioobservatoriums NRAO, das an der Beobachtungskampagne beteiligt war.
12,8 Milliarden Lichtjahre alt
Laut Angaben der Forscher, die im britischen Fachblatt "Nature" über die Entdeckung berichten, hat die Galaxie HFLS3, die aktuellen Messungen zufolge 12,8 Milliarden Lichtjahre alt und 122 Billionen Kilometer von der Erde entfernt ist, eine Sternenmasse, die 40 Milliarden Mal die Masse unserer Sonne entspricht. Dazu komme noch Staub und Gas im Umfang von weiteren rund 100 Milliarden Sonnenmassen, so die Wissenschaftler.
"Detaillierte Informationen über solche Galaxien sind von zentraler Bedeutung, wenn wir verstehen wollen, wie sich Galaxien, Galaxiengruppen und -haufen im jungen Universum gebildet haben", sagt Riechers. Die Galaxie sei ein Beleg dafür, dass sehr intensive Phasen der Sternentstehung bereits 880 Millionen Jahre nach dem Urknall existiert haben, so der Forscher.
Über 100 frühe Sternfabriken katalogisiert
Erst am Mittwoch hatte ein anderes Forscherteam berichtet, dass es mithilfe des erst kürzlich offiziell in Betrieb genommenen ALMA-Teleskops in der chilenischen Atacama-Wüste gelungen sei, die Positionen von über 100 Galaxien im frühen Universum mit sehr aktiven Sternentstehungsgebieten genau zu bestimmen (Bericht in der Infobox).
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