Fünf Jahre nach der Expo in Hannover zeigen 121 Nationen sowie internationale Organisationen und Unternehmen sechs Monate lang Konzepte, wie der Mensch angesichts der Umweltzerstörungen künftig in Koexistenz mit der Natur leben kann. Das größte Interesse zog indes bereits im Vorfeld der Pavillon des japanischen Autobauers Toyota an, wo menschenähnliche Roboter ein Konzert aufführen. Toyota hat seinen Firmensitz ganz in der Nähe der Expo und dominiert die drittgrößte Wirtschaftsregion. Der frühere Konzernchef Shoichiro Toyoda ist denn auch Vorsitzender der Expo.
15 Millionen Besucher werden insgesamt erwartet, davon etwa 1,5 Millionen Ausländer. Am Eingang begrüßt die in ein hellgrünes Kostüm gekleidete Roboterdame Actroid die Besucher. In einer kleinen Bude sitzend soll sie einfache Fragen der Besucher auf Japanisch, Englisch oder Chinesisch beantworten, was allerdings nicht immer klappen will. Außer Actroid mit ihren klimpernden Wimpern und sanften Gesichtszügen lässt Japan auch Putz- oder Kinderbetreuungsroboter auflaufen - das bei der Entwicklung von menschenähnlichen Robotern weltweit führende Land will nun den Markt erobern - die Expo könnte der Auftakt sein.
Zwischen den beiden Expo- Geländen Nagakute und Seto verkehren zudem Busse mit umweltfreundlichem Hybridantrieb. Gezeigt werden auch neue Recycling- Energiesysteme oder eine "Bio- Lunge", eine 150 Meter lange und zwölf Meter hohe Wand aus Pflanzen, die Kohlendioxid absorbiert und Sauerstoff erzeugt. Einige der kleineren Länderpavillons gleichen indes eher der Dekoration eines Reisebüros.
Deutschland präsentiert dagegen auf einer Art abenteuerlicher Achterbahnfahrt in tropfenförmigen Kabinen Hochtechnologie nach dem Vorbild der Natur. Erstmals in der Expo- Geschichte beteiligen sich mit Deutschland und Frankreich zwei Nationen mit ihren Präsentationen unter dem Dach eines Gebäudes. In einem "Common House" wollen dabei beide europäischen Nationen in Exponaten und Bildern die Geschichte ihrer politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit demonstrieren.