Das Team von Forschern um Thomas Freour machte die Aufnahmen ab dem Zeitpunkt der In- vitro- Fertilisation ("Befruchtung im Glas", kurz IVF) bis zum Einpflanzen der Eizellen in die Gebärmutter. Dabei fanden sie heraus, dass die Embryos jener Frauen, die rauchten, zu allen Zeitpunkten der Zellteilung einige Stunden hinterherhinkten.
Insgesamt 868 Embryonen - 139 davon stammten von Raucherinnen - beobachteten die Wissenschaftler. Es zeigte sich, dass die Embryos von Nichtraucherinnen das Acht- Zellen- Stadium (Bild) in 58 Stunden erreichten, während jene von Raucherinnen dafür vier Stunden länger benötigten. "Das ist signifikant, und man wusste das bisher nicht", sagt Freour.
Unklar ist noch, welche Auswirkungen das langsamere Wachstum auf die Entwicklung des Embryos hat und ob es die Chancen, ein Kind zur Welt zu bringen, beeinträchtigt. Freours simpler Rat an alle Raucherinnen, die sich Nachwuchs wünschen: "Wenn Sie ein Kind wollen, hören Sie auf zu rauchen!"
Die Wissenschaftler vermuten, dass das langsame Wachstum möglicherweise auf eine falsche Entwicklung im Embryo hindeutet und dieser sich in Folge nicht in der Gebärmutter einnistet.
Schon Ende der 1990er- Jahre wiesen einige wissenschaftliche Arbeiten darauf hin, dass Raucherinnen weniger fruchtbar sind. So ergab etwa eine Meta- Analyse, dass Glimmstängel- Anhängerinnen im Vergleich zu Nichtraucherinnen weniger und schlechtere Eizellen produzieren, ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten haben und generell eine niedrigere Fruchtbarkeit aufweisen.