Das Eiweiß, das bislang nur als Zusatzstoff für Impfungen verwendet wirde, helfe, die körpereigene Abwehr quasi mittels Schnellstart gegen das Virus (im Bild ein H1N1- Virus) in Gang zu bringen, berichten die Forscher im Fachmagazin "PLoS ONE".
Wie Versuche an Mäusen im Donald P. Shiley BioScience Center an der Diego State University in Kalifornien zeigten, aktivierte des Protein EP27 das Immunsystem der Nager innerhalb von zwei Stunden, nachdem es injiziert wurde.
"Grippeviren sind raffiniert und halten das Immunsystem mehrere Tage lang aktiv davon ab, sie zu entdecken, bis die ersten Symptome auftreten", so die Hauptautorin der Studie Joy Phillips. Das Mittel könne deshalb künftig für Menschen interessant sein, die wissen, dass sie mit einem Grippevirus in Kontakt gekommen sind.
Außerdem - so die Forscher - wirke EP27 im Gegensatz zu handelsüblichen Impfstoffen nicht nur auf ein bestimmtes Grippevirus, sondern helfe sogar, wenn neue Subtypen auftauchen, wie es etwa beim 2009/10 aufgetretenen H1N1- Virus ("Neue Grippe") der Fall war, sagt Phillips.