Dafür wollen die Wissenschaftler zwei kleine Low-Budget-Sonden Richtung 65803 Didymos schicken: Ein in den USA gebautes Raumfahrzeug namens "Double Asteroid Redirection Test" (DART) soll mit einer Geschwindigkeit von 6,25 Kilometer pro Sekunde (22.500 km/h) in den kleineren der beiden kosmischen Brocken rasen. Eine von Europa konstruierte Sonde namens "Asteroid Impact Monitor" (AIM) soll aus einer Entfernung von rund 100 Kilometern Bilder des Asteroiden-Zwillings sowie vom Einschlag (Bild) liefern und Daten sammeln.
Ein Ziel der Mission sei es, Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie der Einschlag von "DART" die Bahn(en) von Didymos verändert, und Daten über die Folgen der Kollision sowie über den entstandenen Krater zu sammeln, so die am Projekt beteiligten Wissenschaftler. "AIDA ist aber nicht nur eine Asteroiden-Mission, sondern eine Forschungsplattform, die offen für verschiedener Nutzer ist", sagte ESA-Forscher Andrés Gálvez.
Asteroid samt kleinem Mond
Didymos (der Name entstammt dem Griechischen und bedeutet so viel wie Zwilling) ist ein etwa 800 Meter großer Asteroid, der von einem kleineren, etwa 150 Meter großen Asteroiden in einer Entfernung von rund einem Kilometer umkreist wird (Bild 2 zeigt eine Illustration der beiden Himmelskörper). Er gehört zur Gruppe der sogenannten Apollo-Asteroiden und stellt für die Erde keine Gefahr dar.
Entdeckt wurde 65803 Didymos bereits 1996 von "Skywatch", einem Projekt der University of Arizona, das auf die Beobachtung von Kleinplaneten und Kometen spezialisiert ist.
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