Dazu wird das Observatorium sechs Jahre lang hochauflösende Aufnahmen in der Tiefe des Weltraums machen und die Formen und Abstände von mehr als zwei Milliarden Galaxien messen, wie das mit dem Bau beauftragte Unternehmen Astrium am Dienstag mitteilte.
Anhand der Struktur des Universum und der Verteilung der Galaxien können Wissenschaftler Rückschlüsse auf die Entwicklungsgeschichte des Weltalls sowie das Wirken von Dunkler Materie und Dunkler Energie ziehen. Das erste Phänomen gilt wegen der Wirkung seiner Schwerkraft als "Leimstoff" des Alls, letzteres bewirkt anscheinend, dass sich das Universum mit zunehmender Beschleunigung ausdehnt.
600 Millionen Euro teure Mission
Die Daten sollen über ein 1,2-Meter-Teleskop sowie zwei wissenschaftliche Instrumente generiert werden. Bei ihnen handelt es sich um eine abbildende Kamera für den sichtbaren Teil des Lichts und einen abbildenden Nahinfrarot-Spektrographen. Die Missionskosten werden in Raumfahrtkreisen auf 600 Millionen Euro geschätzt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.