Die Raumfahrer waren wenige Stunden zuvor, um 22.31 Uhr MESZ, vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet (Bild 2). Es war der zweite "Expressflug" einer bemannten Sojus - bis vor Kurzem dauerte die Reise fast zwei Tage. In rund 410 Kilometern Höhe sollen die Raumfahrer zahlreiche Experimente durchführen. Ihre Rückkehr zur Erde ist für November geplant.
Nach zwei Stunden Vorbereitungen im All wurden Jurtschichin, Parmitano und Nyberg von der derzeitigen Crew an Bord empfangen. Für Parmitano von der Europäischen Weltraumbehörde ESA ist es der erste Aufenthalt im All. Seine Mitreisenden sind schon erfahrener: Nyberg flog zum zweiten Mal zur ISS, für Jurtschichin ist es bereits das vierte Mal. "Der Flug war sehr cool", sagte Nyberg in einem von der US-Weltraumbehörde NASA verbreiteten Video.
Mehrere Weltraumspaziergänge geplant
Der Einsatz der drei neu angekommenen Astronauten ist auf sechs Monate angesetzt, in dieser Zeit sind mehrere Weltraumspaziergänge geplant. Auf der ISS befinden sich bereits die beiden Russen Pawel Winogradow und Alexander Missurkin sowie der US-Astronaut Christopher Cassidy.
Auch sie hatten bei ihrem Flug Ende März nur sechs Stunden gebraucht - das war der erste "Expressflug" zur Raumstation. Früher dauerte es zwei Tage vom Start bis zur ISS. Weil die Sojus heute statt 34 Mal nur noch vier Mal um die Erde kreist, bevor sie an der ISS andockt, konnte die Zeit auf unter sechs Stunden verkürzt werden.
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