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Dänen testen selbst gebautes Fluggerät - Allflug geplant

01.09.2010, 15:12
Dänen testen selbst gebautes Fluggerät - Allflug geplant (Bild: EPA)
Foto: EPA
Zwei Dänen wollen mit einer selbst gebauten Rakete ins Weltall fliegen. Ein erster Testflug wurde für Donnerstag angesetzt. Die "Billig- Rakete" kostete insgesamt 300.000 Kronen, also etwa 40.000 Euro. Mit einer Astronautenpuppe bestückt soll "Tycho Brahe", wie die findigen Männer ihr Werk nennen, nach einem Flug in 30 Kilometer Höhe mittels Fallschirm wieder wohlbehalten in der Ostsee landen.

In vier Jahren will Peter Madsen, einer der Initiatoren, mit der "Discount- Rakete" Marke Eigenbau ins Weltall fliegen. Für den ersten Testflug wird allerdings eine Puppe im Astronautenanzug seinen Platz einnehmen. Madsen und sein Partner Kristian von Bengtson hoffen, dass sie ihr neun Meter langes Fluggerät nach der hoffentlich sanften Landung in der Ostsee wiederverwenden können.

Abschuss vom Meer aus

Die Rakete und Abschussrampe verließen am Dienstag, gezogen von einem Schlepper und geschoben von einem kleinen Privat- U-Boot, den Kopenhagener Hafen. Sie wurden für Mittwochnachmittag in Nexo auf Bornholm erwartet. Kristian von Bengtson bezifferte die Kosten für den Raketenbau auf 300.000 Kronen (40.000 Euro). Er sagte in der Zeitung "Jyllands- Posten" weiter: "Das ist so viel, wie ein gutes Auto in Dänemark oder der Türgriff an einer NASA- Rakete kosten."

Haarfön gegen Vereisung

Im Gegensatz zu den professionellen US- Weltraumprojekten mit Milliarden- Budgets haben die Dänen auf simple Lösungen für komplexe Probleme gesetzt: Der "Hitzeschild" ihrer 1,6 Tonnen schweren Rakete besteht aus acht Lagen Kork, die Madsen und von Bengtson in einem Teppich- Geschäft erstanden haben. Gegen die möglicher Vereisung von Ventilen während des Fluges ist ein Haushalts- Fön zum Einkaufspreis von 79 Kronen (gut zehn Euro) in der Rakete montiert. Wegen der Wetterverhältnisse ist noch unsicher, ob der Abschuss in der Nähe von Nexo auf Bornholm am Donnerstag durchgeführt werden kann.

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