Blei-Ionen-Kollision

CERN-Forschern gelingt Herstellung der “Ursuppe”

Wissen
27.11.2010 14:23
Wissenschaftlern des Kernforschungszentrums CERN in Genf ist es gelungen, den Zustand der Materie kurz nach dem Urknall und der Entstehung des Universums herzustellen. Das Quark-Gluonen-Plasma entstand durch die Kollision von Blei-Ionen im Teilchenbeschleuniger LHC in Genf.

Mit der Beschleunigung der Blei-Ionen wurde vor rund drei Wochen begonnen. Durch die Kollision wurden extrem hohe Temperaturen erzeugt, 100.000 Mal höhere, als sie im Zentrum der Sonne herrschen. Bei solchen Temperaturen schmilzt alle Materie und es entsteht das Quark-Gluonen-Plasma, sprich eine "Ursuppe". 

Die Resultate müssen noch analysiert werden, damit der Vorgang besser verstanden werden kann. Die Physiker des CERN konnten mehrfach das Phänomen des "Jet quenching" beobachten. Da es sich um Blei-Ionen handelte, wurden die Jets gewissermaßen absorbiert, was vermuten lässt, dass die Materie viel dichter ist als bisher angenommen. Aus dem Quark-Gluon-Plasma hoffen die Forscher mehr über die sogenannte "starke Kraft" zu lernen, die Atomkerne zusammenhält.

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