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Archäologen finden in Höhle in Mexiko 70 Maya-Vasen

08.02.2012, 10:57
Archäologen finden in Höhle in Mexiko 70 Maya-Vasen (Bild:  (Bild: CIM/Sergio Grosjean))
Auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan haben Archäologen kürzlich 70 bis zu 1.000 Jahre alte Maya- Vasen gefunden. Sie lagen auf dem Grund einer mit Wasser gefüllten Höhle, einer sogenannten Cenote, nahe der Maya- Pyramidenstätte Chichen Itza.

Nach Angaben des Forschers Sergio Grosjean vom Centro de Investigaciones del Mayab handelt es sich um den bedeutendsten Fund dieser Art seit dem Jahr 1920. Damals waren ebenfalls in einer Wasserhöhle nahe Chichen Itza 6.000 Vasen der Maya  geborgen worden.

Genauen Fundort nicht genannt

Wie die Tageszeitung "La Jornada" am Dienstag berichtete, ist der neue Fund bereits vor zwei Wochen gemacht worden. An der Suche waren den Angaben des Blattes zufolge mexikanische und ausländische Archäologen und Höhlenforscher beteiligt. Um die bedeutende Entdeckung vor möglichen Plünderern und Schatzsuchern zu schützen, wurde der genaue Ort nicht genannt.

Ein Cenote (Bild 2) – der Begriff stammt von dem Maya- Wort "ts'o'noot" ab und bedeutet übersetzt "heilige Quelle" – ist ein dolinenartiges Kalksteinloch, das in Karstgebieten durch den Einsturz einer Höhle entsteht und mit Süßwasser gefüllt ist. Diese Wasserhöhlen wurden von den Maya als Brunnen sowie als religiöse Opferstätten genutzt und als Eingänge zur Unterwelt betrachtet.

Knapp 900 Cenotes sind im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo bekannt, eine paar weitere im benachbarten Bundesstaat Yucatan sowie in Belize. Sie sind im Schnitt rund 15 Meter tief, vereinzelt aber auch über 100 Meter.

Berühmte Hochkultur

Das Maya- Volk lebte in Südmexiko, Guatemala, Honduras und Belize. Berühmt sind die Maya vor allem durch ihre sehr weit entwickelte Landwirtschaft, ihre Mathematik sowie ihren Kalender, geschrieben in Hieroglyphen. Ihre monumentalen Bauwerke sind weltbekannt, besonders die mächtigen Tempelanlagen beeindrucken bis heute.

AG/wed
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