"Leiche" lebt!

Angebliches “Mordopfer” meldet sich

Wissen
28.01.2005 12:44
Die Identität der Frauenleiche, die Anfang Jänner neben der A2 gefunden wurde, ist nun doch nicht geklärt. Nachdem eine deutsche Anthropologin das Gesicht der verbrannten Toten rekonstruiert hatte, meldete sich eine Familie, die behauptet, die Frau vor dem Mord öfters gesehen zu haben. Doch die Ukrainerin Ruslana Smaha tauchte Freitag früh um 7 Uhr in einem Grazer Wachzimmer auf - quicklebendig!

Ruslana Smaha, feierte am 27. Jänner ihren 27. Geburtstag. Die Totgeglaubte arbeitet in einem Grazer Großkaufhaus und hat mit der Ermordeten nicht mehr gemein als eine flüchtige Ähnlichkeit mit der Fotorekonstruktion.

Damit ist die Identität der Leiche weiter ungeklärt. Die Frau war in der Nacht zum 9. Jänner brutal erschlagen, ihre Leiche hinter einem Gebüsch abgelegt und angezündet worden, um ihre Identität zu verschleiern. Seitdem ist man bemüht, herauszufinden, wer die Tote war. Eine erste Spur brachte die Veröffentlichung eines Bildes, das das Gesicht einer jungen Frau zeigt. Die deutsche Anthropologin Ursula Wittwer-Backofen hat - zum ersten Mal in der österreichischen Kriminalgeschichte - das Gesicht der Toten rekonstruiert.

Gesicht wurde rekonstruiert
Es ist das erste Mal in der österreichischen Kriminalgeschichte, dass das Gesicht einer Leiche künstlich wiederhergestellt wurde. Für das BKA Wiesbaden ist Ursula Wittwer-Backofen, die an der Universität von Freiburg unterrichtet, schon seit Jahren im Einsatz.

Aufgrund des Schädelknochens und bestimmter Merkmale wie Mundwinkel oder der Anordnung der Zähne gelang es der Expertin, das Gesicht der Frau zu rekonstruieren. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 Prozent, so die Anthropologin, habe die Tote so ausgesehen wie auf dem Bild. Aufgrund der Untersuchung des Zahnzements wurde festgestellt, dass die Frau zwischen dem 18. und 19. Lebensjahr entweder schwanger oder schwer krank gewesen sein muss.

Leiche zufällig gefunden
In der Nacht zum 9. Jänner war die Leiche der Frau zufällig entdeckt worden, als Beamte im Kreuzungsbereich der A2 mit der A9 einen Autofahrer angehalten hatten. Während der Amtshandlung, die am Pannenstreifen stattgefunden hatte, war einem der Uniformierten die Tote aufgefallen. Ermittlungen hatten ergeben, dass die Frau mit einem stumpfen Gegenstand mehrmals geschlagen worden war. Danach habe man die Leiche neben der Autobahn abgelegt und angezündet, um die Spuren zu verwischen.

Hinweise bitte an die Kriminalabteilung Graz, Tel. 05 9133-60-3333, oder direkt an den Leiter der Mordgruppe, Chefinspektor Anton Kiesel, Tel. 0664/2552249.

Von krone.at und Manfred Niederl 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wissen
28.01.2005 12:44
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung