Die Wiener Biologen konnten mit Hilfe von licht- und rasterelektronenmikroskopischen Aufnahmen (Bild), sowie molekularbiologischen Untersuchungen zeigen, dass die Pilze äußerst stabile Strukturen bilden. Obwohl die Pilze wegen ihrer dicken Zellwände für die Ameisen nicht genießbar sind, werden sie von ihnen quasi als Baumaterial gezüchtet.
Als Baumaterial für ihre Röhrensysteme verwenden die Ameisen zerkaute Moose oder Pflanzenteile. Die fadenförmigen Pilze werden entweder anschließend der breiigen Masse zugegeben oder sie sind bereits auf den Pflanzenteilen vorhanden. Arbeiterameisen sorgen dafür, dass Pilzzellen die Eingänge zu den Gängen nicht überwuchern.
Das Erstaunliche an den Bauten der Azteca brevis ist, dass möglicherweise mehr als sieben verschiedene Pilzarten zum Einsatz kommen - bisher kannte man lediglich Symbiosen, bei denen Ameisen mit einer oder höchstens zwei Pilzarten kooperieren.
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