Dein Vorgesetzter muss das Gefühl haben, auf deine Arbeit nicht verzichten zu können. Daher liegt es an dir, deine Arbeitskraft für deinen Chef als etwas Besonderes erscheinen zu lassen. Das funktioniert am besten, indem du ein bisschen wie ein Unternehmer zu denken beginnst. Dein Chef und deine Kollegen sind deine Kunden, die du versorgst. Je zufriedener alle - vor allem aber deine Vorgesetzten - sind, desto sicherer wird deine Position.
Du solltest weiters versuchen, deine Leistung bzw. die Leistung des Teams ein bisschen selbst zu analysieren. Passen deine Leistungswerte? Stimmt die Zielerreichung? Wenn nein, solltest du dir selbst überlegen, was du ändern kannst und damit auf den Chef zugehen. Das zeigt, dass du dich mit der Situation auseinander setzt und Verantwortungsgefühl hast. Und jemand, der selbst unternehmerisches Denken und Leistungsbereitschaft an den Tag legt, wird weniger schnell gefeuert, als jemand, der alles einfach auf sich zukommen lässt.
Je mehr du in deinem Job aufblühst, umso besser. Dein Engagement kannst du z.B. durch Verbesserungs- und Innovationsvorschläge zeigen. Wenn es ein Problem gibt, dann bist du mit vollem Einsatz an der Lösungsfindung beteiligt. Warte nicht auf Anweisungen, um aktiv zu werden, sondern setze dich von dir aus in Bewegung – werde zum Problemlöser. Dein Chef soll das Gefühl bekommen, dass dir an der Existenz und der positiven Entwicklung des Unternehmens einiges liegt – denn dann ist dein Job auf jeden Fall schon mal sicherer als der deines desinteressierten Kollegen. Jedoch gilt: alles mit Maß und Ziel und innerhalb der unausgesprochenen Richtlinien, die es in deinem Unternehmen gibt. Denn Übertreibungen können auch schnell nach hinten losgehen.
Natürlich gehört auch dazu, dass du entsprechendes Fachwissen in deinen Beruf einbringst und dich, sofern möglich, auch weiterbildest. Lies Fachzeitschriften und erkundige dich wegen fachspezifischer Seminare. Denn so hältst du dein Wissen auf dem aktuellen Stand und bist dadurch ein wertvoller Mitarbeiter für dein Unternehmen.
Weiters gilt: Je mehr du über betriebsinterne Strukturen, Entscheidungswege, Entwicklungen, etc. bis hin zu ganz banalem Klatsch und Tratsch weißt, desto weniger wird man auf dich verzichten können. Schließlich ist es wesentlich einfacher, mit jemandem zusammenzuarbeiten, der das Unternehmen kennt. Außerdem wird es dein Arbeitgeber meist nicht billigen, wenn du dieses Wissen in einem Konkurrenzunternehmen einsetzt. Daher gilt: Informationen sind Trumpf.
Je genauer und umsichtiger du deine Arbeit erledigst, desto besser. Hilfsmittel wie Checklisten und Ablaufsbeschreibungen können dir dabei helfen. Dein Vorgesetzter muss sich darauf verlassen können, dass Aufgaben bei dir in guten Händen sind. Damit hast du einen unschlagbaren Vorteil gegenüber unzuverlässigeren Kollegen.
Wer starr an bestehenden Strukturen festhält, der wird mit ihnen zugrunde gehen. Wir befinden uns in einer Zeit der ständigen Veränderung. Mitarbeiter, die sich an veränderte Verhältnisse nicht oder nur langsam anpassen können, werden am schnellsten abgebaut.
Auch der richtige Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten gehört dazu. Das korrekte Verhalten spielt eine große Rolle: Höflichkeit, Freundlichkeit und Entgegenkommen sollten deinen Umgang mit deinem beruflichen Umfeld bestimmen. Aber Achtung: Du solltest deine Kollegialität nicht dadurch zum Ausdruck bringen, dass du übermäßig viele Rauch- oder Kaffeepausen zwecks Meinungsaustauschs mit Kollegen einlegst – das ist eher kontraproduktiv und führt zu dem Eindruck, dass du deine Arbeit vernachlässigst.
Wenn allerdings die wirtschaftliche Lage deines Arbeitgebers zusehends schlechter wird, solltest du dich rechtzeitig nach neuen Möglichkeiten umsehen. Hier gilt: Sei flexibel. Vielleicht musst du dich weiterbilden oder dich mit neuen Herausforderungen befassen - aber mit etwas Flexibilität lässt sich das alles meistern.