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Konto sanieren – so kommst du ins Plus!

07.07.2011, 19:08
Konto sanieren – so kommst du ins Plus! (Bild: © 2009 Photos.com, a division of Getty Images)
Foto: © 2009 Photos.com, a division of Getty Images
Einmal am Konto ins Minus gerutscht, ist es gar nicht so leicht, wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Denn Gehaltseingänge sind verplant, für Rückzahlungen kann nur schwer etwas lockergemacht werden. Doch so eine Überziehung ist eine teure Sache, und damit beginnt nicht selten eine Negativ- Spirale zu laufen. Wie also wieder rauskommen?

Keine Vogel-Strauß-Taktik
Zunächst solltest du das Gespräch mit deiner Bank suchen. Sieh dir an, wie das Minus auf deinem Konto zustande gekommen ist. War eine größere Investition - wie beispielsweise Reparaturkosten für dein Auto oder Renovierungskosten - die Ursache, dann gilt es zu überlegen, wie du den nun vermutlich größeren Rückstand am besten tilgen kannst. Ist der Betrag in einer Größenordnung, in der du ihn mit Weihnachts- und Urlaubsgeld nach einem Jahr zurückzahlen kannst, dann ist es in Ordnung, den Überziehungsrahmen bestehen zu lassen. Du kannst mit deiner Bank auch einen monatlichen Betrag vereinbaren, um den sich der Überziehungsrahmen absenkt. Auch so kannst du das Minus langsam verringern.

Bei größeren Beträgen solltest du mit deiner Bank gemeinsam überlegen, ob es nicht besser wäre, die Schulden in einen Privatkredit umzuwandeln, den du monatlich abstotterst. Hier hast du zwar Gebühren für die Einrichtung des Kreditvertrags, die Zinsen sind jedoch meist günstiger als im Überziehungsbereich auf deinem Konto. Zusätzlich kannst du mit kleinen monatlichen Beträgen, die dich aber in deiner normalen Lebensführung kaum beeinträchtigen, viel bewirken. Nebenbei solltest du jedoch auf jeden Fall versuchen, zu sparen und dir eine Reserve aufzubauen, damit dich die nächste größere Investition nicht gleich wieder aus der Bahn wirft.

Einnahmen und Ausgaben

Kam die Überziehung dadurch zustande, dass deine Einnahmen nicht zur Deckung deiner Ausgaben ausreichen, dann ist die Lage etwas verzwickter. Denn die Umwandlung in einen Privatkredit wird hierbei kaum eine Lösung für dich darstellen, da du mit deinen derzeitigen monatlichen Belastungen schon nicht zurechtkommst. Hier gilt es zunächst, den Sparstift anzusetzen und deine Ausgaben streng zu überprüfen: Was ist notwendig, was kann zumindest vorübergehend gestrichen werden?

Verträge im Bereich Versicherung und Telekommunikation sollten regelmäßig überprüft werden, hier ist oft großes Einsparpotenzial vorhanden. Ebenfalls eine große Falle sind Leasingverträge und Ratenkäufe. Ist dein Einkommen für deine Familiengröße zu gering, kannst du dich auch erkundigen, ob für dich Beihilfen und Zuschüsse vom Staat infrage kommen - wie beispielsweise Wohnbeihilfen. Auch ein Zweitjob für eine gewisse Zeit kann dir dabei helfen, deine Kasse aufzubessern.

Verschaffe dir einen Überblick über dein Haushaltsbudget und überprüfe mindestens einmal pro Woche, ob du noch im Plan liegst. Wenn du dir auf diese Art und Weise einen Polster für eine Rückzahlung geschaffen hast, dann kannst du mit deiner Bank gemeinsam einen Tilgungsplan erstellen, an den du dich dann aber auch halten solltest. Sind deine Schulden getilgt, dann kannst du den Betrag der Tilgung in eine Sparrate für dich umwandeln und dir schrittweise eine Reserve aufbauen.

Ist dein Schuldenberg bereits sehr groß geworden und scheint kaum mehr bewältigbar, dann solltest du dir professionelle Unterstützung bei einer Schuldnerberatungsstelle suchen.

lhi
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