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Einkommensschere zwischen Mann und Frau bei 31,1%

11.01.2012, 10:22
Einkommensschere zwischen Mann und Frau bei 31,1% (Bild: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images)
Foto: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images
Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen bleibt weiterhin beträchtlich - auch wenn sie im Jahr 2010 neuerlich leicht zugegangen ist. Betrug der durchschnittliche Jahresbruttobezug von Männern im Jahr 2009 noch um 31,8 Prozent mehr als jener der Frauen, so verdienten die Männer im Jahr 2010 "lediglich" 31,1 Prozent mehr. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Lohnsteuerstatistik der Statistik Austria hervor.

Der sanfte Wandel bei der Einkommensschere lässt sich auch an der Summe aller Bruttobezüge ablesen: Während im Jahr 2009 noch 62,3 Prozent aller Bezüge auf Männer entfielen, so waren es 2010 "nur" mehr 62 Prozent. Im Jahr 2008 waren noch 62,9 Prozent aller Bruttobezüge auf Männer entfallen. Insgesamt waren von allen Lohnsteuerpflichtigen 50,2 Prozent Männer und 49,8 Prozent Frauen.

Über 10.000 € Unterschied bei Durchschnittsgehältern

Trotz des leichten Schließens der Einkommensschere ist der Unterschied zwischen Frauen- und Männer- Einkünften weiter beträchtlich: Laut Lohnsteuerstatistik verdienten männliche Arbeitnehmer im Jahr 2010 durchschnittlich 44.633 Euro (Vollzeit, ganzjährig beschäftigt), Frauen hingegen kamen auf nur 34.047 Euro. Geringer fällt der Unterschied bei Teilzeitbeschäftigung aus (Männer: 17.298 Euro, Frauen: 16.848 Euro).

Allerdings waren bei der Teilzeitarbeit erneut die Frauen deutlich in der Mehrzahl: 77,1 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten waren weiblich. Und auch die Verteilung von Vollzeit und Teilzeitarbeit bei den jeweiligen Geschlechtern zeigt dieses Missverhältnis: Während bei Männern Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigung im Verhältnis 1:7,4 aufgeteilt war, arbeitete fast die Hälfte aller Frauen Teilzeit: Hier lag die Relation bei 1:1,2. Insgesamt waren 70,9 Prozent der unselbstständig Erwerbstätigen vollzeitbeschäftigt.

Lohnsteueraufkommen wächst wieder

Wieder aufwärts ging es mit dem Lohnsteueraufkommen (vor Arbeitnehmerveranlagung): Während im Jahr 2009 hier ein Minus von 7,1 Prozent zu verzeichnen war, kam es 2010 zu einem Plus von 3,9 Prozent gegenüber 2009. Die Zahl der lohnsteuerpflichtigen Einkommensbezieher stieg um 1,4 Prozent auf mehr als 6,3 Millionen Personen an (rund 4,06 Millionen Arbeitnehmer und 2,27 Millionen Pensionisten).

Insgesamt bezogen sie 155 Milliarden Euro Bruttobezüge und zahlten 21,6 Milliarden Lohnsteuer. Der Anteil der einbehaltenen Lohnsteuer an den Bruttobezügen lag 2010 bei 13,9 Prozent und betrug damit erneut weniger als 2008 (15 Prozent). Die Gründe für den Rückgang laut Statistik Austria: die Steuerreform 2009 sowie die Wirtschaftskrise.

2,3 Millionen Menschen zahlten keine Steuern

Gut 2,3 Millionen Personen (35,3 Prozent) zahlten gar keine Steuer für ihr Einkommen, da dieses zu niedrig war um über die Grenze von 11.000 Euro (steuerfreies Einkommen pro Jahr) zu kommen. Dies geht aus der integrierten Lohn- und Einkommenssteuerstatistik hervor, die sich allerdings auf Daten aus dem Jahr 2008 bezieht.

Die "Spitzenverdiener" unter den unselbstständigen Erwerbstätigen sind vor allem in Wien und Niederösterreich zu finden: Jene mit einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro brutto oder mehr waren zu 30,1 Prozent in Wien und zu 22,7 Prozent in Niederösterreich wohnhaft, während sich die restlichen 47,2 Prozent auf die übrigen Bundesländer verteilten. Noch deutlicher zeigt sich dies bei Bruttoeinkommen ab 500.000 Euro: Hiervon wohnten 41 Prozent in Wien, 20 Prozent in Niederösterreich.

AG/red
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