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Steckbrief von Bernhard Kohl

25.05.2009, 10:56
Steckbrief von Bernhard Kohl
Steckbrief des niederösterreichischen Radprofis Bernhard Kohl, der am 25. Mai 2009 in seine Karriere beendet hat:

Geboren: 4. Jänner 1982 in Wien
Wohnort: Wolkersdorf (Niederösterreich) bzw. Klagenfurt
Größe/Gewicht: 1,72 Meter/61 Kilogramm
Familienstand: ledig
Erlernter Beruf: Rauchfangkehrer
Hobbys: Kino, Langlaufen, Skitouren

Teams als Profi:

  • Elk Haus (2002)
  • Rabobank- Nachwuchsteam (2003- 2004)
  • T- Mobile (2005- 2006)
  • Gerolsteiner (2007- 2008)
  • Silence- Lotto (ab 2009, Vertrag bis 2011) - Wurde nach Doping- Geständnis von Kohl vonseiten Silence- Lotto gekündigt.

Größte Erfolge:

  • Gesamt- Dritter Tour de France 2008
  • Gewinner Bergtrikot Tour de France 2008
  • Vier Etappenränge in den Top Ten der Tour de France 2008
  • Viertbester Jungprofi der Tour de France 2007 (Gesamt- 31.)
  • Österreichischer Meister Straßenrennen 2006
  • Gesamt- Dritter Criterium du Dauphine Libere 2006
  • Gesamt- 13. Criterium du Dauphine Libere 2007
  • Gesamt- Fünfter Österreich- Rundfahrt 2006
  • Gesamt- Siebenter Österreich- Rundfahrt 2005
  • Gesamtsieg Tour de Pyrenees 2004 (U23)
  • Österreichischer Meister U23- Straßenrennen 2002

Der tiefe Fall:

  • 13. Oktober 2008: Die Nationale Anti- Doping (NADA) gibt bekannt, dass Kohl bei der Tour de France 2008 positiv auf das EPO- Derivat CERA getestet worden ist.
  • 15. Oktober 2008: Kohl gesteht auf einer Pressekonferenz vor ausgewählten Medien Doping.
  • 24. November 2008: Kohl sagt vor NADA- Rechtskommission aus und wird für zwei Jahre gesperrt. Entgegen Ankündigungen nennt er vorerst keine Hintermänner.
  • 21. Jänner 2009: Kohl akzeptiert die zweijährige Sperre.
  • 31. März 2009: Kohl belastet auf einer Pressekonferenz seinen ehemaligen Manager Stefan Matschiner. Matschiner hätte ihm EPO, Wachstumshormone, Insulin und Testosteron besorgt und Blutdoping durchgeführt. Kohl gab zudem an, Kunde von Humanplasma gewesen zu sein. Weiter erklärte er, bei der Anschaffung einer Blutzentrifuge finanziell beteiligt gewesen zu sein.
  • 18. Mai 2009: Die Staatsanwaltschaft Wien gibt bekannt, auch ein Ermittlungsverfahren gegen Kohl eingeleitet zu haben. Der Niederösterreicher wird verdächtigt, die Blutzentrifuge nicht nur zum Eigengebrauch verwendet, sondern sie auch gegen Entgelt anderen Interessenten zur Verfügung gestellt zu haben.
  • 25. Mai 2009: Bernhard Kohl beendet seine aktive Karriere.
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