Derzeit gibt es das Parkpickerl nur in den Innergürtelbezirken sowie der Brigittenau. In Rudolfsheim-Fünfhaus müssen Autofahrer derzeit nur um die Stadthalle herum zahlen. Mit dem Gebührenbeschluss würde der Bezirk eine Vorreiterrolle einnehmen, von der die Nachbarbezirke, gelinde gesagt, wenig begeistert sind. Sie befürchten Verdrängungseffekte durch die neue Gebührenzone.
Gemeinsam Alternativen suchen
Von einer "Ho-Ruck-Aktion" spricht beispielsweise Bezirkschefin Andrea Kalchbrenner aus Penzing. Eine Insellösung für ihren Nachbarbezirk lehnt sie ab und fordert stattdessen gemeinsame, bezirksübergreifende Lösungsvorschläge. Ins gleiche Horn stoßen auch Franz Prokop, Bezirksvorsteher aus Ottakring, der Döblinger Bezirkschef Adi Tiller sowie Ilse Pfeffer aus Hernals. Prokop und Pfeffer wollen bei der Lösungserarbeitung auch den Dialog mit der Bevölkerung suchen.
Als Alternative zu weiteren gebührenpflichtigen Bezirken schlägt Prokop die "Vorortelinie" (S45) als mögliche bezirksübergreifende Zonenbegrenzung vor. Auch die Einführung fixer Anrainerparkplätze ist für ihn eine Option.
Tiller befürchtet, weitere Gebühren würden am Ende den Anrainern schaden. Im Falle eines Parkpickerls oder zumindest neuer Gebührenzonen, könnte sich die Döblinger Bezirksvertretung auch vergünstigte Tickets für die Öffis – quasi als Ausgleich - vorstellen.
Der grüne Verkehrssprecher Rüdiger Maresch hielt am Dienstag die Idee einer gemeinsamen Lösung für "sehr gescheit". Hetzen will er die Bezirksvorsteher nicht – die ersten Ausweitungen werden frühestens Ende 2012 in Kraft treten.
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