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"Operation Java": Zwei Mafiapaten in Österreich gefasst

16.03.2010, 13:00
"Operation Java": Zwei Mafiapaten in Österreich gefasst
Europaweiter Schlag gegen die georgische Mafia: Im Zuge der "Operation Java" klickten in sechs EU- Ländern für 69 Verdächtige - unter anderem wegen Geldwäsche und Drogenhandels - die Handschellen. Eine Polizeiaktion, bei der Österreich eine große Rolle spielte. Hier wurden zwei georgische Paten verhaftet, wie das Bundeskriminalamt bestätigte.

Am Montag ging es Schlag auf Schlag – zeitgleich griffen Kommandos der Sondereinheiten im Zuge der Operation "Java" zu. Das gemeinsame Ziel: Die Zerschlagung der in Europa immer gefährlicher und mächtiger werdenden georgischen Mafia. Für insgesamt 69 Verdächtige, vor allem Georgier, Armenier und Tschetschenen, klickten schlussendlich die Handschellen – zu 24 Festnahmen kam es allein in spanischen Provinzen (im Bild ein Mafia- Mitglied bei der Verhaftung in Spanien).

Hier soll das Geld gewaschen worden sein, mit dem schließlich die Komplizen in den anderen betroffenen Ländern versorgt und die weiteren kriminellen Machenschaften finanziert worden sind. "Haupt- Arbeitsgebiet" des mafiösen Netzwerks: Diebstahl, Drogen- und Waffenhandel, Nötigung, Korruption, Menschenhandel bis hin zu Auftragsmorden.

Auch die heimische Exekutive nahm (neben Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz) im vereinten Kampf gegen das organisierte Verbrechen eine sehr wichtige Rolle ein. Denn Österreich gilt laut spanischer Korruptions- Staatsanwaltschaft als eines der Länder, in dem sich die Mafia- Organisation am aktivsten präsentierte.

Zwei Paten in Österreich verhaftet

Zahlreiche Zugriffe im gesamten Bundesgebiet waren im Laufe des Montags die Folge. Unter den Verhafteten auch zwei "ganz große Nummern" der Organisation, die im streng hierarchischen Mafiasystem ganz weit oben stehen.

Bei zahlreichen Hausdurchsuchungen wurde umfangreiches aus Einbrüchen stammendes Diebesgut sichergestellt, unter anderem PCs, Notebooks, Schmuck sowie Designerkleidung.

Über Details hielt man sich im Bundeskriminalamt allerdings noch bedeckt. Sämtliche Hintergründe sollen am Dienstag bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden.

Dritter großer Polizeischlag

Die "Operation Java" war bereits der dritte große Polizeischlag gegen die Mafia aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion in Spanien seit dem Jahr 2000. Insgesamt sind seither rund 100 Verdächtige festgenommen worden. In den 90er- Jahren hatten sich mehrere mutmaßliche Bosse in luxuriösen Anwesen an der spanischen Küste niedergelassen.

von Klaus Loibnegger (Kronen Zeitung) und krone.at

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