"Krone": Frau Kerbl, Sie waren von Spanien aus maßgeblich an der Operation "Java" beteiligt.
Tamara Kerbl: Ja. Und das schon seit einiger Zeit. Ein Hinweis 2008 aus dem Bundeskriminalamt in Wien brachte alles ins Rollen. Vor sechs Monaten wurden die Ermittlungen dann konkret.
"Krone": Welche Aufgaben mussten Sie erfüllen?
Kerbl: Ich war das Bindeglied zwischen heimischen und spanischen Behörden und habe die Informationen übermittelt. Offiziell würde dies zu lange dauern.
"Krone": Wie haben Sie die Polizeiaktion am Montag erlebt?
Kerbl: Ich saß mit dem operativen Leiter in der spanischen Einsatzzentrale.
"Krone": Zufrieden mit "Java"?
Kerbl: Absolut, vor allem in Österreich ist mehr aufgegangen als erwartet.
"Krone": Welche Rolle spielte Österreich tatsächlich?
Kerbl: Die Rolle schlechthin! Die zwei in Wien gefassten Paten standen im direkten Kontakt mit der spanischen Zentrale.
"Krone": Ist der Akt "Java" nun endgültig geschlossen?
Kerbl: Nein, eine große Nummer ist uns in Griechenland leider entwischt. Da funktionierte die Kooperation nicht wirklich.
Kronen Zeitung