Es gebe "keine Hierarchie im Islam" wie bei der katholischen Kirche, sodass jeder Muslim beim Gebet Imam sein könne, hieß es.
Zudem gebe es im Islam keine Seelsorger, hieß es weiter. Um die Integration heimischer Muslime zu fördern, sei es wichtig, die Mehrheit der Muslime mit einzubeziehen. Da aber die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) auf das Geschehen in allen Moscheen hierzulande keinen Einfluss habe und viele Muslime auch diesmal von dieser Imame-Konferenz nichts wüssten, sei die Bedeutung dieser Konferenz für das Geschehen in den Moscheen und bei den Muslimen völlig belanglos - ebenso wie die beiden vorangegangen Konferenzen, so die ILMÖ.
Das Ausmaß an Zeit und Geld, das hier verschwendet werde, sei im Hinblick auf die Gefahr des politischen Islam für die Muslime und Europa gefährlich. Die Konferenz koste den österreichischen Steuerzahler rund eine Million Euro. Die ILMÖ verlange daher von der IGGiÖ die Offenlegung aller Aktivitäten und Geldflüsse.
"Die IGGiÖ ist ein undemokratisches Gebilde und bleibt eine Clique mit einem Clansystem ohne Transparenz", hieß es am Montag. Ihre öffentliche Aufwertung mit Unterstützung der Politik sei eine "bewusste Täuschung" der österreichischen Bevölkerung.
Am 14. und 15. Mai kommen laut ILMÖ 120 muslimische Personen aus 40 Ländern auf Einladung der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich nach Wien.