Grund zum Jubeln haben die Wiener Hoteliers. Allerdings geben die vielen Touristen weniger Geld aus als früher. So hinken die Umsätze der Beherbergungsbetriebe dem grandiosen Nächtigungsplus hinterher. Die stärkste Steigerung aller Nationen erbrachte im vergangenen Jahr Serbien mit 53 Prozent, was allerdings auf die Abschaffung der Visum- Pflicht mit Jahresbeginn 2010 zurückzuführen ist.
An zweiter Stelle liegt Russland mit einem Plus von 35 Prozent. Allein im Dezember wurden 41.000 Nächtigungen russischer Touristen verzeichnet. Auch die Zahl der Gäste aus der Türkei ist um 34 Prozent gestiegen. Trotzdem sind die Hauptmärkte weiterhin Deutschland und Österreich selbst, gefolgt von Italien und den USA.
Damit die Touristen weiterhin auf die Donaumetropole fliegen, muss ständig die Werbetrommel gerührt werden. Unter dem Motto "Wien – jetzt oder nie" wird den Bewohnern in 23 Ländern mit eindrucksvollen Werbeauftritten unsere Stadt schmackhaft gemacht. Dafür steht ein Budget von 13 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Länder bringen immerhin 86 Prozent von Wiens Gästenächtigungen.
von Martina Münzer, Kronen Zeitung