Das neue Spitalskonzept sieht künftig folgende Krankenhäuser für Wien vor und stellt sie zum Teil vor neue Aufgaben:
- Im AKH wird die Zahl der Intensivbetten aufgestockt und ein Kinderkompetenzzentrum ausgebaut.
- Das Hietzinger Krankenhaus erhält einen neuen Schwerpunkt – es wird eine Klinik für Schlaganfall, Diabetes und Rheuma mit einem multidisziplinären chirurgischen Zentrum.
- Das Kaiser- Franz- Josef- Spital wird in Etappen erneuert. Der notwendige Teilneubau soll bis zum Jahr 2015 fertig sein.
- Wilhelminenspital und Otto- Wagner- Spital, die nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen, werden gemeinsam geführt. Zudem übersiedelt die Akutgeriatrie des Sophienspitals bis etwa Ende 2016 ins Wilhelminenspital. Bis 2030 soll es dort auch einen Zentralbau geben, die nicht mehr zeitgemäßen Pavillons sind dann Geschichte.
- Die Rudolfstiftung verstärkt ihren chirurgischen Schwerpunkt. Bis Ende 2010 übersiedeln dorthin die Chirurgie des Kaiserin- Elisabeth- Spitals mit dem Schwerpunkt Schilddrüse und die Nuklearmedizin.
- Das Versorgungsprogramm des Donauspitals (SMZ Ost) bleibt unverändert. Teile der Neurologie aus dem Krankenhaus Hietzing werden dorthin verlegt.
- Das neue Krankenhaus Nord soll 2015 den Teilbetrieb aufnehmen. Das Krankenhaus Floridsdorf, die Semmelweis- Frauenklinik und das Orthopädische Krankenhaus Gersthof werden dort ein neues Quartier finden. Ebenso einzelne Abteilungen anderer Häuser. Zudem werden eine Kinder- und Jugendpsychiatrische Abteilung sowie eine Unfallchirurgie eingerichtet.
- Im Kaiserin- Elisabeth- Spital wird ein Pflegewohnhaus entstehen, wo künftig auch die Pflegepatienten des Sofienspitals untergebracht werden.
Das neue Spitalskonzept bringt auch finanzielle Vorteile. Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely: "Die Sanierung unserer alten Häuser kam uns sehr teuer."
von Erich Vorrath, Kronen Zeitung