Skepsis bei Gegnern
Vize: “Präsident Chavez regiert trotz Chemotherapie”
"Maduro hat über die Gesundheit des Präsidenten gelogen, es war eine Lüge, dass er fünf Stunden mit ihm zusammen war. In den nächsten Tagen wird das Land die Wahrheit wissen", äußerte Oppositionspolitiker Henrique Capriles Radonski erhebliche Zweifel an der Informationspolitik der Regierung. Der Vizepräsident wiederum unterstellte dem Oppositionellen, der sich zurzeit in den USA aufhält konspirative Pläne im Ausland.
Vizepräsident: "Er nimmt Verantwortung als Führer wahr"
Am Freitag hatte Maduro erstmals bestätigt, dass sich Chavez in einem Militärkrankenhaus in Caracas einer Chemotherapie unterziehe. Die Behandlung habe bereits im Jänner und damit vor der Rückkehr des krebskranken Staatschefs aus Kuba nach Venezuela Mitte Februar begonnen. Der Präsident kämpfe "um sein Leben", sei aber "guten Muts", sagte der Vizepräsident.
Außerdem sei Chavez, der nach seiner Wiederwahl immer noch nicht offiziell vereidigt wurde, trotz der Therapie in der Lage, sein Amt auszuüben. "Er hält sich auf dem Laufenden und nimmt seine Verantwortung als Anführer wahr", sagte Maduro am Samstag. Der Präsident habe seinem Kabinett zuletzt am Freitag Anweisungen erteilt, sagte Maduro im Staatsfernsehen. Er zeigte Unterlagen, die Chavez seinen Angaben zufolge verlangt hatte. Darin seien "politische, soziale und wirtschaftliche Maßnahmen" zusammengestellt. Maduro betonte, dass die Regierung nichts tue, was in Konflikt mit der Behandlung des Präsidenten stehe.
Boliviens Präsident: "Er erleidet immer wieder Rückfälle"
Die Spekulationen um den Zustand des Commandante werden auch durch Aussagen des bolivianischen Präsidenten Evo Morales genährt. Dieser beschrieb die Situation seines Amtskollegen als labil. "Laut Ärzten und Familienangehörigen gibt es Momente, in denen er sich gut und stark fühlt, aber dann treten schnell Probleme auf, und er erleidet so etwas wie einen Rückfall", sagte Morales vor Journalisten im bolivianischen Cochabamba.
Der Präsident war vor etwa zwei Wochen nach einem zweimonatigen Krankenhausaufenthalt in Kuba nach Venezuela zurückgekehrt und muss weiter künstlich beatmet werden. Seit seiner vierten Krebsoperation am 11. Dezember trat er nicht mehr öffentlich auf. Lediglich vier Fotos von ihm wurden Mitte Februar veröffentlicht. Sie zeigten einen lächelnden Chavez in seinem Krankenbett.







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