Im Spital gestorben
Verletzungen zu schwer: Amokläufer von Serbien ist tot
Wie unterdessen bekannt wurde, hatte der Mann noch Munition bei sich, als er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Möglicherweise hatte er vor, noch weitere Menschen zu töten, was durch das Eintreffen der Polizei aber verhindert wurde.
Die Opfer des Massakers sollen am Freitag im Rahmen einer gemeinsamen Zeremonie in Velinka Ivanca begraben werden. Unter ihnen befinden sich die Mutter und der Sohn des Amokläufers sowie mehrere nahe Verwandte. Die Frau von Ljubisa B. überlebte den Amoklauf und liegt nun schwer verletzt in einem Belgrader Spital.
Täter nach außen hin hilfsbereit, zu Hause tyrannisch
Die Frau konnte laut Berichten in serbischen Medien in einer ersten Befragung keine eindeutigen Hinweise auf das Tatmotiv geben. Bevor er auf sie schoss, habe ihr Mann gesagt: "Für uns gibt es kein Leben mehr." Der Täter habe seine Gattin häufig verprügelt, mit dem 41-jährigen Sohn wiederum habe der Vater oft gestritten, so die Berichte weiter. Die Frau habe die Streitigkeiten jahrelang vor den Nachbarn verheimlichen wollen.
Aussagen von Verwandten und Bekannten zeichnen das Bild eines Mannes, der seinen Nachbarn gegenüber äußerst hilfsbereit war, zu Hause allerdings als gewaltbereit galt. Der 60-Jährige wird als ehrlich und fleißig, allerdings auch als nervös und ungeduldig beschrieben. Er habe keinen Alkohol getrunken und kein Interesse an Besuchen in der Nachbarschaft, an Sport oder Politik gezeigt, berichtete die Tageszeitung "Blic". Mit seinen 15 Hektar Ackerland galt der Täter als einer der wohlhabenderen Landwirte im Dorf.
Über seine Kriegserfahrungen aus den 1990er-Jahren soll der Amokläufer nie gesprochen haben. 1991 sei er mobilisiert worden und habe viereinhalb Monate im zwischen Serbien und Kroatien umkämpften Ostslawonien verbracht. B. habe das Thema vermieden, man habe angenommen, dass er nicht an der vordersten Frontlinie im Einsatz gewesen sei, schrieb "Blic".
Jobverlust als Auslöser für Wahnsinnstat?
Nachbarn und Freunden zufolge war der Mann "enttäuscht und entmutigt", nachdem er im vergangenen Jahr seinen Arbeitsplatz bei einem slowenischen Unternehmen verloren hatte. Daraufhin habe er sich noch intensiver der Landarbeit gewidmet.
Die Tatwaffe, eine Pistole vom Typ CZ88, soll der Mann bereits 1981 gekauft und Nachbarn zufolge nie verwendet haben. Auch ein vom Großvater geerbtes Jagdgewehr soll der 60-Jährige nie eingesetzt haben.







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