Ex-Papst zurück
Vatikan: Franziskus und Benedikt sind jetzt Nachbarn
Der Ex-Papst verließ am Nachmittag mit dem Hubschrauber (zweites Bild) die Ortschaft Castel Gandolfo südlich von Rom, in der er sich seit dem Tag seines Rücktritts - am 28. Februar - aufgehalten hatte und kehrte in den Vatikan zurück, wo er von Nachfolger Franziskus empfangen wurde (Bild). Ratzinger, der in Begleitung seines Privatsekretärs, Bischof Georg Gänswein, das Kloster Mater Ecclesiae erreichte, wurde von seinem Nachfolger umarmt, berichteten italienische Medien.
Anschließend beteten der ehemalige Pontifex und Franziskus gemeinsam in der Kapelle des Klosters, in dem der 86-Jährige künftig mit Gänswein und den vier Ordensschwestern, die ihm den Haushalt führen, leben wird. Es handelt sich um das zweite Treffen zwischen dem Papst und seinem Vorgänger binnen eineinhalb Monaten.
Vatikan-Sprecher: "(Ex-)Papst ist zufrieden"
Ratzinger sei laut Vatikan-Pressestelle froh, wieder in den Vatikan zurückgekehrt zu sein. "Der Papst ist zufrieden, in den Vatikan zurückzukehren, denn das ist jetzt die normale Situation für ihn. Ich glaube, dass er spazieren gehen und auch Besuch empfangen kann und so weiter. Aber das hängt von ihm ab und davon, wie er sein Leben gestalten will", sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi.
In den vergangenen Wochen war viel über die Gesundheit des emeritierten Papstes spekuliert worden. Es gebe keinen Grund zu einer besonderen Sorge, so Lombardi. "Es verläuft alles sehr normal. Er ist ein Mann, der nicht jung ist, er ist alt und die Kräfte gehen langsam zurück. Aber es gibt keine besondere Krankheit. Er ist ein alter Mann, der gesund ist", so Lombardi.
Erstmals leben zwei Päpste im Vatikan
Nach der Rückkehr des 86-jährigen Ex-Papstes in den Vatikan leben nun zum ersten Mal überhaupt ein amtierender und ein ehemaliger Pontifex gleichzeitig im Kirchenstaat. Ratzingers neuer Wohnsitz ist nur einige Hundert Meter von Franziskus' Arbeitsplatz entfernt.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.