Treffen in Paris

Ungleiches Paar Merkel und Hollande auf neuen Wegen?

Ausland
30.05.2013 19:52
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Francois Hollande haben am Donnerstag vielleicht ein neues Kapitel der Beziehungen ihrer Länder aufgeschlagen. Erstmals seit der Wahl Hollandes im Mai 2012 trafen sich die konservative Deutsche und der sozialistische Franzose, um - von offiziellem Beiprogramm begleitet - bilateral einen EU-Gipfel vorzubereiten. Bisher waren solche Vorgespräche der beiden führenden EU-Nationen eher beiläufig erledigt worden.

Hollande wollte mit der engen Kooperation seines ungeliebten Vorgängers Nicolas Sarkozy mit Merkel brechen. Doch die führende Rolle der beiden wichtigsten Wirtschaftsnationen in Europa verlangt neue Strategien. Nun soll ein neuer Anlauf der politisch so ungleichen Führungsspitzen her.

Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit im Mittelpunkt
Merkel und Hollande stellten am Donnerstag mit Blick auf den EU-Gipfel Ende Juni in Brüssel gemeinsame Vorschläge für eine Vertiefung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion vor. Beide betonten, der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa müsse Vorrang eingeräumt werden. Merkel sagte dazu, die im EU-Haushalt der Jahre 2014 bis 2020 dafür vorgesehenen sechs Milliarden Euro sollten womöglich über einen kürzeren Zeitraum, beispielsweise zwei Jahre, ausgegeben werden.

Zudem machten sich die beiden Staatschefs gemeinsam für einen hauptamtlichen Präsidenten der Euro-Gruppe stark, wie Hollande nach dem Treffen mit Merkel erklärte. Die deutsche Kanzlerin ergänzte, nötig seien "mehr wirtschaftspolitische Koordinierung" und eine "stärkere Zusammenarbeit der Euro-Gruppe".

Neuer Arbeitslosen-Rekord in Frankreich
Die Luft ist dünn geworden im Europa der Krise, zunehmend auch für Frankreich. Die Wirtschaft des Landes steht am Rande einer Rezession. Am Donnerstagabend wurden neue Rekordzahlen bei der Arbeitslosigkeit vermeldet: Ende April waren in der nach Deutschland zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft 3,264 Millionen Menschen ohne Job. Das entsprach 39.800 Arbeitslosen mehr als im Vormonat, als der bisherige Negativ-Rekord verzeichnet wurde.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
30.05.2013 19:52
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung