Beben in AKW-Region

Über 30 Tote und Hunderte Verletzte bei Iran-Erdbeben

Ausland
10.04.2013 08:14
Bei einem Erdbeben der Stärke 6,1 im Süden des Iran sind am Dienstag mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen und Hunderte weitere Personen verletzt worden. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben des iranischen Erdbebeninstituts in Kaki, knapp 90 Kilometer südöstlich der Küstenstadt Bushehr, wo das einzige Atomkraftwerk des Landes steht. Der Provinzgouverneur versicherte, dass die Anlage nicht beschädigt worden sei.

"Dutzende Leichen sind in das Leichenschauhaus gebracht worden", sagte ein Krankenhausmitarbeiter in der östlich von Bushehr gelegenen Stadt Chormodsch der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Die örtlichen Behörden sprachen zudem von rund 800 Verletzten.

"An der Atomanlage von Bushehr wurde kein Schaden festgestellt", sagte Gouverneur Fereidun Hasanwand dem iranischen Fernsehen. Das erste und bisher einzige iranische Atomkraftwerk war im Herbst 2011 nach jahrzehntelanger Bauzeit in Betrieb genommen worden.

Erschütterungen auch auf Arabischer Halbinsel
Die Telefonverbindungen in den am schwersten vom Erdbeben betroffenen Gebieten sind unterbrochen. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte ereignete sich das Beben um 16.22 Uhr Ortszeit (13.52 Uhr MESZ). Augenzeugen zufolge waren die Erschütterungen auch in Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu spüren.

Im Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort mehrere tektonische Platten aufeinandertreffen. Im Dezember 2003 waren bei einem Beben in der Stadt Bam im Süden des Landes 31.000 Menschen ums Leben gekommen - ein Viertel der dortigen Bevölkerung. Im August vergangenen Jahres starben im Nordwesten bei zwei Beben der Stärke 6,2 und 6 insgesamt 306 Menschen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
10.04.2013 08:14
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung