Erfolgreiche OP
USA: Neue Lunge für todkrankes Kind vor Gericht erkämpft
Sarahs Schicksal hatte die amerikanische Nation seit Wochen erschüttert. Sie litt an schwerer zystischer Fibrose, ihr Zustand wurde in den vergangenen Wochen immer schlechter, wie CNN und andere Medien berichteten. Im Mai sagten Ärzte, dass sie ohne neue Lunge nur bis zu fünf Wochen leben würde.
Nach den bisherigen US-Gesetzen dürfen Patienten, die jünger als zwölf Jahre sind und auf eine Lunge warten, diese grundsätzlich nur von einem anderen Kind bekommen. Lungen von Erwachsenen kommen nur dann für ein Kind infrage, wenn Erwachsene oder Jugendliche auf Transplantationslisten zuvor als Empfänger ausgeschlossen worden sind. Lungenspenden von Kindern sind jedoch rar - Sarahs Lage wurde dadurch immer verzweifelter.
Sarahs Eltern erstritten Lungen-OP vor Gericht
So fochten dann ihre Eltern und die Familie eines elfjährigen Buben die Beschränkungen vor Gericht an. Anfang Juni gab ihnen ein Richter in Philadelphia Recht und erließ eine einstweilige Verfügung, nach der die Kinder Anspruch auch auf das Implantat einer Erwachsenen-Lunge hätten. Diese einstweilige Verfügung gilt vorerst ein Jahr lang und könnte somit auch anderen Kindern lebensrettende Operationen ermöglichen.
Familienmitglieder des Spenders sind "wahre Helden"
Sarahs Zustand nach der mehr als sechsstündigen Operation im Children's Hospital von Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania sei gut, berichtete der US-Sender CNN. Die Ärzte stellten eine positive Prognose für das Mädchen. Die Familie der Zehnjährigen dankte der Familie des verstorbenen Spenders und bezeichnete dessen Angehörige als "wahre Helden".







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