Völlig ausgerastet
USA: Lenker prügelt lästigen Fahrgast brutal aus Bus
Ganze 18 Mal schlug Fischer, Buslenker beim StarTran Bus Service in Lincoln im US-Bundesstaat Nebraska, auf seinen 40-jährigen Fahrgast ein, wie das Online-Nachrichtenportal JournalStar.com berichtete. Dann warf er den Fahrgast auf den Boden und zerrte ihn am Kragen seiner Jacke aus dem Bus. In dem Video ist auch zu sehen, wie der Mann noch versuchte, sich an der Tür des Fahrzeugs festzuhalten.
Lenker meldete Zentrale "schwierigen Passagier"
Vor seinem Ausraster habe Fischer der Zentrale einen "schwierigen Passagier" gemeldet, wie die Leiterin des städtischen Works and Utilities Department, Miki Esposito, gegenüber JournalStar.com erklärte. Daraufhin sei ihm von seinem Vorgesetzten geraten worden, den Fahrgast zum Verlassen des Busses aufzufordern, ansonsten werde die Polizei verständigt, so Esposito. Doch der Buslenker habe diese Anweisung ignoriert und die Sache stattdessen "selbst in die Hand genommen".
Fischer nach Prügelattacke: "Es war nicht schön"
Nachdem er den verprügelten Passagier entfernt hatte, setzte sich Fischer - was in der gekürzten Version des Videos nicht mehr zu sehen ist - wieder ans Steuer und fuhr weiter. "Ich hab' ihn aus dem Bus", meldete er den Vorfall über Funk seinem Vorgesetzten. "Es war nicht schön." Dem Buslenker dürfte sein Fehlverhalten jedenfalls bald klar geworden sein. Er habe laut Esposito seinen Vorgesetzen sofort nach der Prügelattacke per Funk gebeten, sich die Videoaufnahmen nicht anzusehen und angeregt, die inkriminierenden Bänder zu löschen - was der aber nicht tat.
Mann nach Anhörung gefeuert
Esposito verurteilte die Vorgehensweise des Chauffeurs aufs Schärfste: "Fischers Aktion ist verwerflich. Diese Art von Verhalten kann und wird nicht von der Stadt Lincoln toleriert werden", beteuerte die Stadtbedienstete. Ihren Angaben zufolge wurde Fischer, der vier Jahre lang für das Busunternehmen tätig war, zwei Tage nach dem Vorfall, der sich am 23. März ereignete, vom Dienst suspendiert. Ein Disziplinarverfahren wurde eingeleitet, der 43-Jährige nach einer Anhörung schließlich am Freitag gefeuert. Immerhin habe er dabei Reue für sein Handeln gezeigt, schreibt JournalStar.com - dennoch drohen ihm auch strafrechtliche Konsequenzen.
Opfer gab Polizei falsche Daten
Was sein Opfer betrifft: Der 40-Jährige wurde am Tag der Attacke von Polizeibeamten einvernommen. "Er sagte, er sei aus Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado und erst knapp zwei Monate vor dem Angriff nach Lincoln gezogen", so ein Polizist gegenüber dem Nachrichtenportal. Die Ermittler konnten ihn allerdings seither unter der angegeben Adresse und Telefonnummer nicht erreichen.







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